31.01.2017 - 20:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Rutschiger Boden in der Mehrzweckhalle: Mit Haarspray gegens Rutschen

Es ist glatt. Auf den Straßen ist das bei den aktuellen Witterungsverhältnissen zu erwarten. Aber auch drinnen - in der Mehrzweckhalle - klagen die Sportler über mangelnde Bodenhaftung.

Eigentlich sollte die neue Versiegelung den Boden in der Mehrzweckhalle verbessern. Fußballer, Basketballer und Badmintonspieler klagen jedoch über fehlende Bodenhaftung. Bild: Büttner
von Eva-Maria Hinterberger Kontakt Profil

"Es ist zu rutschig", beschreibt Marcus Meier, Abteilungsleiter vom FC Weiden-Ost, die Situation seit Wiederaufnahme des Sportbetriebs in der Halle. Sowohl Kinder als auch Erwachsene fänden keinen Halt. "Das ist für den Hallenfußball nicht förderlich - zu viele unkontrollierte Bewegungen." Erstmals aufgefallen ist das den Fußballern kurz nach Weihnachten. "Wir haben da noch gedacht, dass es mit der Zeit besser wird." Doch auch bei Turnieren Ende Januar, vier Wochen später, rutschen die Mannschaften aus.

Erhöhtes Verletzungsrisiko

"Wir trainieren wöchentlich in der Halle und haben uns drauf eingestellt", erklärt Meier. Problematisch werde es, wenn - wie bei Wettbewerben - andere Mannschaften zu Gast sind. Davon abgesehen, dass die Rutscherei "sportlich nicht sehr ansehnlich" sei, geht es Meier vor allem um das erhöhte Verletzungsrisiko, auch wenn glücklicherweise noch nichts passiert sei.

Anders sieht es beim Turnerbund aus. Eine Badmintonspielerin war ausgerutscht - Bänderriss. "Wir haben auch schon von Gastmannschaften zu hören bekommen, dass der Boden gar nicht geht", beklagt Abteilungsleiter Stephan Spindler. Gerade weil Badminton eine sehr schnelle Sportart sei. "Sie stehen am Feldende und wollen schnell nach vorne, können das aber nicht, weil die Füße durchdrehen", beschreibt Spindler die Probleme der Sportler. Die wissen sich aber zu helfen: "Einige Spieler haben dosenweise Haarspray in der Sporttasche und sprühen sich das für besseren Halt auf die Schuhsohlen." Auch Zuckerwasser soll helfen.

Zwei Verletzte, allerdings aus den gegnerischen Mannschaften, beklagen die Hamm-Baskets. Bei den letzten zwei Heimspielen fiel jeweils ein Gast erst hin und dann aus. "Wie auf Schlittschuhen", beschreibt Trainer Marco Campitelli die Situation in der Halle. "Die gegnerischen Mannschaften schimpfen natürlich über die Bodenverhältnisse, aber sehen, dass wir das Bestmögliche tun." Die Basketballer wischen zweimal vor dem Spiel und in der Halbzeitpause mit nassen Handtüchern über das Feld, um zumindest Staub und Dreck zu entfernen.

Stadt kennt Problem

Der Stadt ist das Problem bekannt. "Wir wissen aber nicht, woran es liegt", betont Marco Lorenz, Abteilungsleiter Gebäudemanagement. Als Fußballer ist er selbst schon durch die Halle gerutscht. "Der Boden wurde mit einer speziellen Sportversiegelung beschichtet. Was da nicht harmonisiert, wissen wir nicht." Die Stadt plant, die Beschichtung wieder abzutragen, um den Boden mit einem anderen Mittel neu zu versiegeln. Wann das passieren wird, ist noch unklar. Vorher soll sich der Hersteller des aktuellen Versiegelungsmittels die Halle anschauen.

 

 

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