19.01.2017 - 02:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Badminton: Derby-Zeit im Badminton

Es verspricht ein spannendes Derby zu werden, wenn am Sonntag in der Badminton-Bezirksliga der TB Weiden auf den ATSV Windischeschenbach trifft. Ein Duell, das auch von Emotionen begleitet ist.

Der ATSV Windischeschenbach will einen Prestigeerfolg landen und den TB Weiden am Sonntag besiegen: (von links) Marcel Schattenkirchner, Matthias Käck, Stephan Hermann, Martin Käck, Natalie Behaghel von Flammerdinghe, Franziska Bäumler und Tobias Schattenkirchner. Bild: Büttner
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

/Windischeschenbach. "Es ist schon irgendwo eine kleine Hassliebe", sagt Stephan Spindler, Spartenleiter beim TB Weiden, mit einem Lächeln. Auch für den Vorsitzenden des ATSV, Martin Käck, ist dieses Spiel etwas Besonderes: "Ich habe selbst bis 2002/2003 in Weiden gespielt und habe dann in Windischeschenbach eine eigene Abteilung aufgemacht."

Man kennt sich gut

In erster Linie sei der ATSV ein partnerschaftlicher Verein, erklärt Spindler, dennoch sei die Konkurrenz natürlich da. "Wir trainieren auch zusammen und daher kennen wir den Gegner in- und auswendig", so Käck. Laut Spindler muss das aber kein Vorteil sein, "vielleicht kenne man sich ein wenig zu gut".

Doch nicht nur das Derby steht auf dem Plan, denn beide Teams treffen am selben Tag auch noch auf den ungeschlagenen Tabellenführer Fortuna Regensburg. Dass gegen den Favoriten etwas zu holen sein wird, bezweifeln beide Funktionäre. "Unser Fokus liegt auf Windischeschenbach. Wir peilen ein Unentschieden oder einen Sieg an", definiert Spindler das Ziel für den Spieltag. Im Moment liegt der ATSV in der Tabelle knapp vor Weiden. Dementsprechend positiv gibt sich Käck: "Wir wollen schon gewinnen, aber bei einem Remis sind wir auch nicht traurig."

Nachfrage ist da

In der Region hat es Badminton als Randsportart natürlich etwas schwer, das geben beide zu. "Dennoch hat der Sport in den letzten Jahren ein wenig aufgeholt. Wer es einmal live gesehen hat, der ist oft beeindruckt. Die Bälle fliegen ja auch bei den Amateuren mit um die 200 km/h", erklärt Käck. Auch für Spindler macht die Geschwindigkeit die Sportart aus. "Es kommen immer wieder Hobby-Spieler zu uns in die Halle, von denen wir auch den ein oder anderen rekrutieren. Einige haben zum Beispiel an der Universität bereits gespielt. Die Nachfrage ist da, könnte aber natürlich mehr sein", so Spindler. Ein Problem sieht Käck darin, dass es im Badminton kein deutsches Aushängeschild gebe. Immerhin ist der Sport olympisch, doch es fehle eine Figur wie Boris Becker im Tennis oder Timo Boll beim Tischtennis. Das würde schon sehr helfen, um vor allem junge Leute für den Sport zu begeistern.

Der TB Weiden ist vor allem in der Jugendarbeit auch gut aufgestellt. "Wir haben regelmäßig Spieltage und besuchen Turniere. Da viele von uns selbst das Augustinus-Gymnasium besucht haben, rekrutieren wir auch viel aus der Schule. Zudem haben wir in dieser Saison eine aktive zweite Mannschaft gemeldet, die sich aus jungen Nachwuchsspielern zusammensetzt", erklärt Spindler. Etwas anders sieht es in Windischeschenbach aus. "Im Moment haben wir das Problem, dass wir einige Jungs haben, aber kaum Mädchen. Sollte sich das bessern, werden wir im Jugendbereich wieder aktiver", so Käck.

Besonderer Spieltag

Die Vorteile der Sportart liegen für Spindler auf der Hand: "Es ist ein Sport, den nicht jeder macht und man kann sich voll auspowern. Zudem findet die Saison im Winter in der Halle statt. Daher lässt sie sich gut mit anderen Sportarten kombinieren, die in der kalten Jahreszeit eine Pause einlegen." Wer sich ein Bild machen will, kann das am Sonntag, 22. Januar, ab 10 Uhr in der Mehrzweckhalle Weiden tun. "Es ist ein besonderer Spieltag mit dem Derby zwischen dem TB und dem ATSV und dem Duell gegen den Tabellenführer Fortuna Regensburg. Da wollen wir natürlich auch ein wenig Stimmung haben", hofft Spindler auf zahlreiche Zuschauer.

Wer es einmal live gesehen hat, der ist oft beeindruckt. Die Bälle fliegen ja auch bei den Amateuren mit um die 200 km/h.Martin Käck, Vorsitzender des ATSV Windischeschenbach, über Badminton
Es ist schon irgendwo eine kleine Hassliebe.Stephan Spindler, Spartenleiter des TB Weiden, über das Verhältnis zum ATSV Windischeschenbach

 

 

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