14.02.2004 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

"Zeitarbeit Schmidt & Wifling" hat über 250 feste Mitarbeiter - PSA wird zur Konkurrenz - AsF ...: Arbeitgeber und Sprungbrett zugleich

von Jutta Porsche Kontakt Profil

Hinter dieser Firma steckt Frauenpower, und das ist für die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) natürlich besonders interessant. Die Genossinnen staunten nicht schlecht über die Erfolge, von denen Cindya Grosspeter und Regina Wifling berichteten. Deren Firma "Zeitarbeit Schmidt & Wifling" feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Die Weidener Filiale besteht seit Mai 1998 im Gewerbepark Stadtmitte. Seit drei Jahren betreiben die beiden jungen Unternehmerinnen eine dritte Filiale in Regensburg.

"Unser Stamm an festen Mitarbeitern schwankt zwischen 250 und 300 Personen", berichtete Cindya Grosspeter. "Vielen Firmen kommt es heute nicht mehr auf den Menschen an, sondern nur noch auf den Preis. Unser Weg ist das nicht", betonte Regina Wifling. "Wir suchen nach den Stärken der Mitarbeiter und helfen ihnen, Schwächen zu erkennen und abzustellen." Nicht zuletzt dank dieser persönlichen Unterstützung hätten auch schon ältere Arbeitnehmer, die eigentlich als schwer vermittelbar galten, wieder eine feste Anstellung gefunden.

Die beiden Geschäftsführerinnen brachten aber auch ein Problem auf's Tapet, das ihnen seit einem dreiviertel Jahr auf den Nägeln brennt: "Die Personal-Service-Agenturen des Arbeitsamtes. Seit es die gibt, sagen uns die Arbeitgeber immer öfter: Ihr seid uns zu teuer, da nehmen wir lieber die Leute übers Arbeitsamt." Zugleich zeigten sich die beiden Geschäftsführerinnen "riesig enttäuscht", dass sie vom Arbeitsamt keine Anerkennung als PSA erhalten haben. Ohne Fördermittel und mit dem Anspruch, gute Löhne zu zahlen, sei es bei der aktuellen Konkurrenz sehr schwierig, den Stamm an Mitarbeitern zu halten. Überrascht von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in der Zeitarbeitsfirma zeigte sich AsF-Vorsitzende Petra Seifert. "Viele benutzen uns aber auch als Sprungbrett für eine neue Stelle in einer anderen Firma. Das ist in Ordnung", sagte Cindya Grossmann.

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