07.02.2004 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Kinder lernen die Schriftzeichen kinderleicht - Neue Workshops im Museum: Keilschrift ist (k)eine Kunst

Da möchte man selbst noch mal Kind sein. Denn so macht (Kunst-)Geschichte Spaß. Statt trockene Zahlen zu pauken, heißt es: "Wir entschlüsseln Keilschriftzeichen und lösen Hieroglyphenrätsel." Dazu lädt die Kunstpädagogin Irene Fritz in der neuen Reihe "Kinder im Museum" ein.

von Jutta Porsche Kontakt Profil

Mit dem Museumspädagogischen Projekt haben die Weidener Macherinnen Stefanie Dietz und Irene Fritz sogar bei den Experten in München und Nürnberg schon Aufsehen erregt. Die Grabausstellung "Tor zum Jenseits" bildete 1997 den Ausgangspunkt für das Gemeinschaftsprojekt von Keramikmuseum, Volkshochschule und der Kunstpädagogin Irene Fritz. Mittlerweile sind die Regionalbibliothek und der Kunstverein Weiden ebenfalls beteiligt, seit Herbst 2003 wird auch der Arbeitskreis Asyl mit einbezogen.

Auf Wunsch etlicher Kinder, die die bisherige Altersgrenze überschritten haben, bietet Irene Fritz jetzt erstmals Kurse für die Zielgruppe "Zwölf plus" an. Im Figurenworkshop "Herr der Ringe" (20. März) können die Teenies nicht nur Hobbits oder Orks aus Ton gestalten. "Wir lesen auch einen Teil der Schöpfungsgeschichte von Mittelerde, dem Simarillion." Auch hier sind noch Anmeldungen möglich, betonte Angelika Meindl (VHS) beim Pressegespräch am Freitag.

Wasser und Licht

Ebenfalls neu im Programm: "Bewegung". Ein Gemeinschaftsprojekt der bayerischen Kinder- und Jugendkunstschulen, deren Netzwerk Irene Fritz angehört. In drei Workshops befassen sich die Sechs- bis 14-Jährigen hier im Juli und August mit den Themenbereichen Lichtgeschwindigkeit, Geschichten rund um den Globus und Experimente mit und am Wasser.

"Zimmer mit Aussicht" lautet der Titel des Workshops, mit dem sich die Kinder am 9. März aktiv an den Bayerisch-Böhmischen Kultur- und Wirtschaftstagen beteiligen können. "Wir bemalen unter anderem ein altes Glasfenster", verrät Irene Fritz. Fortgesetzt werden die beliebten Angebote "Kindergeburtstag im Museum", "Kinder führen Kinder" und "Kinder schauen Kunst". Anmeldungen sind bei der Volkshochschule möglich.

"Wir hoffen immer noch auf einen eigenen museumspädagogischen Etat", verweist Stefanie Dietz auf einen entsprechenden Antrag an die Stadt. Bisher übernehme die Kunstpädagogin Irene Fritz eine ganze Reihe von Aufgaben ehrenamtlich. "Mit 2300 Euro pro Jahr wäre uns schon geholfen. Wir bemühen uns auch um einen Sponsor. Aber das ist heutzutage schwierig."

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