05.02.2004 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Ehrenzeichen am Bande für verdiente Ehrenamtliche - "Einsatz ist nicht selbstverständlich": Vom Rot-Kreuz-Bazillus infiziert

Wer einmal mit dem BRK-Bazillus infiziert sei, der komme nicht mehr los. "Das Rote Kreuz ist in kürzester Zeit vor Ort, wenn Not am Mann ist, mit Männern und Frauen, die Leben retten", betonte OB Hans Schröpf. Vier dieser engagierten Leistungsträger zeichnete er am Montagabend mit Ehrenzeichen am Bande des bayerischen Innenministeriums aus.

von Jutta Porsche Kontakt Profil

"Sie sind freiwillig unterwegs. Dieser Einsatz ist keinesfalls selbstverständlich", bescheinigte Schröpf als BRK-Kreisvorsitzender den verdienten Ehrenamtlichen. Bereits seit vier Jahrzehnten ist Herbert Wolf in der Bergwacht-Bereitschaft Weiden aktiv. Als einer der "Baumeister" der Bergwacht-Diensthütte am Kütscherberg (Altglashütte) wurde Wolf zum Hüttenwart bestellt. Gleichzeitig habe er sich als Geräte- und Fahrzeugwart zum Fachmann entwickelt. "Vom Karabinerhaken bis zu den Motorschlitten hält er alles in Schuss." Wolf sei zudem seit Jahren aktives Mitglied des Bereitschaftsausschusses und beteilige sich an den jährlichen BRK-Straßensammlungen, dankte OB Schröpf. Mit dem Ehrenzeichen am Bande in Gold werde den zahlreichen Auszeichnungen des engagierten Bergwacht-Mannes noch eine weitere hinzugefügt.

Seit 25 Jahren ist Gertraud Hanauer als ehrenamtliche Helferin im BRK-Kreisverband Weiden-Neustadt/WN aktiv. Nach ersten Schritten beim Jugendrotkreuz in Rothenstadt wechselte sie 1980 zur Bereitschaft nach Rothenstadt und 1998 zur Bereitschaft nach Weiden. In all den Jahren habe sie sich in zahlreichen Lehrgängen fortgebildet. Als Leiterin der Bereitschaft Rothenstadt von 1987 bis 1995 sei sie für ihre Kameraden stets Vorbild und kompetente Ansprechpartnerin gewesen. Seit Juli 2002 wurde Gertraud Hanauer zum Mitglied der Unterstützungsgruppe Sanitäts-Einsatzleitung bestellt. Sie erhielt das Silberne Ehrenzeichen am Bande.

Die gleiche Auszeichnung ging an Dr. Elmar Baumer und Johann Fischer, die ebenfalls seit 25 Jahren im BRK engagiert sind. Dr. Baumer leistete bereits als Medizinstudent in den Semesterferien unzählige Stunden im Rettungsdienst und Krankentransport, erinnerte Schröpf. Doch selbst neben seinen zahlreichen Verpflichtungen als leitender Oberarzt am Klinikum und als Kreisbereitschaftsarzt nehme er für das BRK noch weitere Aufgaben wahr, organisiere Ärztekongresse und Ausbildungsabende. "Sie sind unwahrscheinlich geschätzt von allen", versicherte Schröpf.

Als "all umfassenden Ansprechpartner und Helfer" gelte Johann Fischer, wie der Kreisvorsitzende betonte. "Sie haben alles an Ausbildung mit gemacht, was es gibt." Fischer engagierte sich besonders im Katastrophenschutz und sei maßgeblich am Aufbau innerhalb des Kreisverbandes beteiligt gewesen. Während seiner 15-jährigen Tätigkeit als Rotkreuzbeauftragter sei der Fernmelde- und Technische Dienst aufgebaut worden. Nach der Grenzöffnung zur ehemaligen DDR sei Fischer als Einsatzleiter im Übergangslager Camp Pitman und der Ostmarkkaserne "Tag und Nacht im Einsatz" gewesen, erinnerte Schröpf. "Die Leistungen sind beeindruckend", betonte auch stellvertretender BRK-Kreisvorsitzender Fred Lehner.

Namens der Geehrten dankte Dr. Baumer insbesondere den Ehepartnern und Kindern für ihre Unterstützung. Bei der Feierstunde im Neuen Rathaus waren auch BRK-Direktor Franz Rath, die 2. Kreisbereitschaftsleiterin Maria Dobmeier, stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter Georg Rinnagl und Peter Bühler als Leiter der Bergwacht Weiden anwesend.

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