25.10.2017 - 14:08 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Kontrollaktion zum Auftakt der Aktion "Houst a Hirn, lousd as Handy lieng": Handy weg vom Steuer

Kurz mal nebenbei eine Nachricht an den besten Freund schreiben oder einen Anruf tätigen: Autofahrer nutzen nach wie vor und trotz des Verbots das Handy am Steuer. Am Dienstagvormittag hat die Polizeiinspektion die Aufklärungskampagne "Houst a Hirn, lousd as Handy lieng" gestartet.

Große Verkehrskontrolle am Marktplatz zum Start der Kampagne "Houst a Hirn, lousd as Handy lieng". Verkehrserzieher Bernhard Dobmayer (Zweiter von rechts) und Jakob Stahl (rechts) hielten mit Polizeihauptmeister Alexander Lang (links) die Fahrzeuge an und sensibilisierten die Fahrer zu diesem Thema. Dahinter verfolgten die Gäste mit Schirmherren, Kreisjugendring, Verkehrswacht, Polizei und des Vereins "Bürger und Polizei - Partner für Sicherheit" die Kontrollaktion.
von Elisabeth DobmayerProfil

Dabei erinnerte Erster Polizeihauptkommissar Martin Zehent an der Bushaltestelle am Marktplatz an den tödlichen Verkehrsunfall im Oktober 2015 auf der Staatsstraße 2166 auf Höhe Erpetshof. Es konnte nachgewiesen werden, dass der Unfallverursacher zum Zeitpunkt des Aufpralls mit seinem Handy beschäftigt war. "Es war eine ganz dramatische Folge von genau dieser Ablenkung, wie es in der Kampagne beschrieben wird", schilderte der Dienststellenleiter dieses Szenario. Dies zeige, dass das Bewusstsein der Autofahrer unbedingt sensibilisiert werden müsse. Die Aktion des federführenden Kreisjugendrings in Kooperation mit den Polizeidienststellen im Landkreis sei daher nur zu begrüßen.

Die Polizeibeamten richteten am Marktplatz auf Höhe der Bushaltestelle eine Kontrollstelle mit Vorposten ein, um die Fahrzeuge anzuhalten und die Lenker dementsprechend aufzuklären. Schirmherr und Polizeipräsident Gerold Mahlmeister wurde vom zweiten Schirmherren der Aktion, Andreas Meier, vertreten. Seiner Meinung nach könnte man den Spruch auch umändern: "Houst a Handy, loust as Hirn lieng". Dieser Eindruck werde manchmal erweckt, sobald jemand ein Mobiltelefon in der Hand halte.

Seit 19. Oktober müssen Handy-Sünder tiefer in die Tasche greifen und mit mindestens 100 Euro Strafe sowie einem Punkt in Flensburg rechnen. Als Vorsitzender des Vereins "Bürger und Polizei - Partner für Sicherheit" fand ebenfalls Bürgermeister Andreas Wutzlhofer mit seinem Stellvertreter, Bürgermeister Rainer Rewitzer aus Pleystein, die Aktion als sehr gelungen. Vom 1. Januar bis 20. Oktober ahndete die Vohenstraußer Polizeidienststelle 26 Handyverstöße. Dadurch wurden 1560 Euro an Bußgeldern erhoben, erklärte Verkehrserzieher Bernhard Dobmayer.

 

 

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