04.02.2004 - 00:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Viele Vorhaben im Bereich zwischen Hochwartstraße und Regensburger Straße - Bauausschuss: Blick auf historische Stadtmauer

Das Areal im Zentrum der Kreisstadt steht schon seit Jahren "unter Beobachtung": die Bebauung im Bereich zwischen Hochwartstraße, Luitpoldplatz, Regensburger Straße und Lehnerstraße gehört zu den besonderen Ecken Tirschenreuths. Frühere Planungen hatten hier Ideen eines "Kulturblocks" reifen lassen. Im Laufe der Zeit haben sich die Ansprüche an die Vorhaben gewandelt. Gerade die Anwohner haben hier neue Wünsche vorgetragen. Nun wurde im Bauausschuss der erste Schritt für die Anpassung des Bebauungsplanes für diesen Bereich vorgenommen.

von Werner Schirmer Kontakt Profil

In der Sitzung am Montag erläuterte Bürgermeister Franz Stahl die aktuellen Vorstellungen für diesen Bereich der Tirschenreuther Altstadt. Dabei konnte Stahl auf konkrete Maßnahmen verweisen, aber auch auf verschiedene Vorhaben der Bürger, denen mit einer Anpassung des Bebauungsplanes der Weg geebnet werden soll.

So nannte der Bürgermeister die Umbaumaßnahmen im alten Kloster. Im Rahmen der Erweiterungen werden dort ein Vortragsraum sowie Erweiterungsbereiche für das Fischereimuseum geschaffen. Zudem sollen eine Porzellanstube, ein Raum für die Krippenfreunde sowie Räume für die Plan-Weseritzer oder die Sudetendeutsche Landsmannschaft entstehen. Eine markante Veränderung wird auch der unterirdische Verbindungsgang zwischen dem Fischereimuseum an der Regensburger Straße und den Bereichen im alten Kloster sein. Nach den aktuellen Plänen soll auf dem Gelände zwischen den Baukörpern auch ein neuer Pavillon für die Tourist-Info errichtet werden.

Zu den Veränderungen, die in den vergangenen Jahren vorgenommen wurden, gehört auch eine Maßnahme der Polizei. Die hat im Hofbereich einen Carport geschaffen. Nicht verfolgt, so informierte Stahl, würden derzeit die Pläne, eine neue Unterkunft für die Dienststelle zu finden. Gerade die finanziellen Aufwendungen würden derzeit gegen eine derartige Maßnahme sprechen. Allerdings hätte die Polizeiführung dieses Projekt nicht gänzlich "abgeschrieben". Entscheidend für die Zukunft der Polizei sei zudem die weitere "einsatztechnische Entwicklung".

Wesentlich für die Korrektur des Bebauungsplanes sind nach den Worten des Bürgermeisters jedoch die Wünsche der Anlieger. So würden die Hausbesitzer verschiedene "Entkernungsmaßnahmen" im hinteren Bereich planen. Dort finden sich viele betagte Nebengebäude, die entfernt werden sollen. Mit diesen Vorhaben, so der Bürgermeister, könnte dann auch ein Teil der historischen Stadtmauer wieder freigelegt werden.

Stahl verdeutlichte, dass bei einer Korrektur des Planes alle Fachstellen mit eingebunden würden, zumal es sich hier um ein "städtebaulich wichtiges Gelände" handle. Deshalb werden bereits seit drei Jahren an den verschiedenen Korrekturen gearbeitet. Der Bauausschuss sprach sich geschlossen für die nächsten Schritte zur Änderung des Bebauungsplanes aus.

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