16.06.2004 - 00:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Nächster Gang vor die Gerichte - EU verlangt vor Förderung ein Ende des Rechtsstreits: Sportplatzbauer müssen sich in Geduld üben

von Werner Schirmer Kontakt Profil

Nach einem beispiellosen Marathonlauf durch die verschiedensten Instanzen muss der FC mit seinem Neubauprojekt immer noch auf die Bremse treten. Zwar sind Eigenmittel und alle baulichen Voraussetzungen vorhanden, doch verlangt eine weitere Runde vor den Gerichten die Geduld der Sportplatzbauer. Denn erst nachdem Justizia nicht mehr bemüht werden kann, werden die EU-Zuschüsse nach Tirschenreuth fließen.

Der Neubau der Sportanlage an der Mähringer Straße hat noch vor dem ersten Spatenstich für Furore gesorgt. Doch der Ablehnung durch Anwohner oder Bürgerinitiative haben alle Instanzen widersprochen. Ob Bürgerentscheid oder Gerichtsurteile, stets ist das FC-Projekt akzeptiert worden. Als aktuellste Entscheidung hat das Verwaltungsgericht Regensburg eine Klage von Markus Berr gegen die Baugenehmigung abgewiesen. Berr hatte darin unter anderem die Ausschachtungsarbeiten beim Sportplatzbau kritisiert. Durch diese Arbeiten könnte der Grundwasserspiegel sinken und Risse bei den benachbarten Gebäuden entstehen. Diese Sorge hielt das Gericht für unbegründet. Mit dem Urteil wurden auch keine Gründe für eine Zulassung einer Berufung erkannt.

Der Anlieger setzt dennoch an diesem Punkt nochmals an und hat sich gegen diese Ablehnung der Berufung gewandt. Bis Anfang kommenden Monats muss Berr nun Gründe vorbringen, warum die Berufung dennoch zugelassen werden sollte. Der Verwaltungsgerichtshof in München muss sich dann dieser Sache anzunehmen.

Und eben dieser erneute Vorstoß hemmt den FC. Dabei steht der Verein laut Vorsitzendem Josef Trißl in den Startblöcken. Ungewöhnlich bei dem FC-Vorhaben ist auch die problemlose Finanzierung der Maßnahme. Schließlich kann der FC als einer von nur zwei Vereinen im Freistaat eine hohe EU-Förderung in Anspruch nehmen. Diese Mittel würden zum Abruf bereitliegen, hat Trißl in München nachgefragt. Doch verlangen die EU-Stellen ein Ende des Rechtsstreites. Josef Trißl und der FC müssen sich deshalb weiter in Geduld üben.

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