22.05.2004 - 00:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

"Kunst im Rathaus" mit gegensätzlichen Themen - Arbeiten von Jutta Wimmer und Marianne Grzesina: Pastellmalerei neben Volkskunst

Zu einer geschätzten Einrichtung im Rathaus der Kreisstadt ist die Reihe der Kunstausstellungen geworden. Bilder und Kunstwerke würden für eine Aufwertung des Amtsgebäudes sorgen und den Gang zur Behörde interessanter machen, wusste Bürgermeister Franz Stahl bei der Vorstellung der "neuen" Künstler. Diesmal zeigen Marianne Grzesina und Jutta Wimmer zwei recht unterschiedliche Stilrichtungen.

von Werner Schirmer Kontakt Profil

"Kunst im Rathaus" hat nach den Ausführungen Stahls schon eine Fülle von positiven Resonanzen erhalten. Bislang haben zwei Künstler ihre Arbeiten im Treppenhaus des Rathauses gezeigt - und viele Besucher hätten diese Kunstwerke mit Interesse betrachtet. "Der trockene Behördengang wird damit künstlerisch begleitet", dankte das Stadtoberhaupt.

Als Vertreter der Kunstschaffenden der Kreisstadt durfte Hans Schiffmann die Arbeiten von Jutta Wimmer vorstellen. Die gebürtige Kölnerin ist seit zehn Jahren bei den Künstlern der Kreisstadt und bevorzugt bei ihren Malereien den Einsatz von Pastellkreide. "Pastell gehört zu den leuchtendsten Farben in der Malerei", betonte Schiffmann. Die Tirschenreutherin hätte das Talent, in ihren Portraits und Akten, aber auch in anderen Darstellungen, Pastellkreide künstlerisch zu verarbeiten, stellte Schiffmann heraus. Die Ausstellung im Rathaus könnte auch Beispiele des Talents der Malerin bieten.

Völlig im Gegensatz zum Werk der Tirschenreutherin stehen die Arbeiten von Marianne Grzesina. Sie zeigt im Rathaus eindrucksvolle Beispiele aus der Palette der religiösen Volkskunst. Dabei haben Marianne Grzenina schon als Kind die Klosterarbeiten von Frater Eder, 1707 in Tirschenreuth geboren, beeindruckt. Gerade die "Schönen Arbeiten" mit Gold- und Silberdraht hatten es der ehemaligen Fachoberlehrerin angetan. Vor eingen Jahren hatte die Waldsassenerin dann die Gelegenheit, ihre Begeisterung zu vertiefen. Bei mehreren Aufenthalten in Salzburg, in österreichischen Klöstern sowie in Oberbayern konnte Marianne Grzesina die Technik der "Schönen Arbeiten" erlernen. Im Ruhestand bietet dieses Hobby nun eine neue Aufgabe. Durch die geschickten Hände der ehemaligen Fachoberlehrerin entstehen aus Gold- und Silberdraht sowie Papierstreifen mit Goldauflage (Krüll) und verzierten Wachsschnüren herrliche Beispiele dieser Volkskunst. Reich verzierte Kerzen, Darstellungen des Jesus-Kindes in der Krippe oder Marienbilder finden sich in den Vitrinen. Die Arbeiten sind in den kommenden Wochen im Rathaus zu besichtigen.

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