29.05.2004 - 00:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Kritik an Umlagemodus für die Generalsanierung der Wasserversorgungsanlage - Stadtrat tagt: Beim Wasser "kocht" die Bürgerseele

Recht zügig bewegte sich der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag durch die Tagesordnung. Dabei war bei verschiedenen Punkt wirklich noch alles im Fluss, etwa beim Thema Abwasser. In verschiedenen Schreiben haben Bürger den Umlagemodus für die Generalsanierung der Wasserversorgungsanlagen beklagt. In einer Sitzung am 15. Juni soll dieses Thema nochmals erörtert werden.

von Werner Schirmer Kontakt Profil

Mit ihrem Finanzierungsmodell für die Generalsanierung der Wasserversorgungsanlage ist die Stadt bei einigen Bürgern und Organisationen "baden" gegangen. So hatte der Stadtrat in einer vergangenen Sitzung beschlossen, die anteiligen Kosten auf die Bürger in Form von Beiträgen umzulegen. Gegen dieses Vorhaben sind nun bei der Stadt mehrere Schreiben eingegangen. Bei der Sitzung am Donnerstag hakte Franz Kühn, Sprecher der Freien Wähler, nach und Bürgermeister Franz Stahl bestätigte die Vorgänge. In den Anregungen der Bürger sei empfohlen worden, so Stahl, die Generalsanierung mehr über den Wasserpreis zu finanzieren. Mit dem Thema werden sich nun die Mitglieder des Haupt- sowie des Werkausschusses bei einer Beratung am 15. Juni beschäftigen. Dabei steht auch der zurückliegende Stadtratsbeschluss auf dem Prüfstand.

Pflaster am Marktplatz

Überhaupt war der Teil mit den Anfragen der Stadträte am Donnerstag noch der interessanteste Abschnitt der Sitzung. Günther Franz von den Freien Wählern erkundigte sich über den Fortgang der Pflasterung am Marktplatz. Nachdem im vergangenen Jahr eine Seite auf Vordermann gebracht worden war, sollten nun auf der Ostseite weitere Taten folgen. Franz Stahl bestätigte, dass die Arbeiten demnächst fortgesetzt werden sollen. Allerdings müsste man abwarten, bis der Haushalt durch das Landratsamt abgesegnet sei. Und diese Genehmigung lässt noch auf sich warten. Fehlende Fortschritte beklagte SPD-Fraktionsvorsitzende Christa Ulrich beim ehemaligen Bahnübergang in der Kornbühlstraße. Im Juni, so teilte Stadtbaumeister Karl Zintl mit, soll die Feinschicht aufgetragen werden. Karl Berr von der Wählergemeinschaft Umwelt sorgte sich über den Zustand der Kastanien nahe dem Schmeller-Denkmal. Solange noch keine Wassernot herrsche, so Berr, sollten die Bäume gegossen werden.

CSU-Sprecher Peter Gold regte an, die Sanierung der Abwasseranlage in Rosall auch in die Maßnahmenlisten der kommenden Jahre aufzunehmen. Nach Auskunft von Stadtbaumeister Zintl sind überraschend bis 2006 wieder Mittel in Aussicht gestellt worden. Garantieren wollte Zintl diese Zuschusssituation aber nicht. Und Bürgermeister Stahl merkte zum Sachstand an: "Abwasser ist eine schwierige Materie, weil sich alles bewegt."

Heinrich Bayreuther (Freie Wähler) hatte sein Augenmerk auf den Bahndamm in Richtung Bärnau gelegt. Bayreuther wollte wissen, wann die Bahn dort mit dem Abbau der Gleise beginnen würde. Franz Stahl konnte dazu keine konkreten Angaben. "Das ist deren Angelegenheit", beschrieb Stahl die Zusammenarbeit mit den Bahn.

Läden länger offen

Am Donnerstag billigte das Gremium die Erweiterung des Bebauungsplan "Lindenweg". Nur Karl Berr störte sich an dieser Entscheidung und monierte, dass dadurch keine geordnete Bebauung mehr möglich sei. Als Konsequenz aus dem Ladenschlussgesetz korrigierte das Gremium noch die Öffnungszeiten der Geschäfte im Umfeld der Marktsonntage. Bislang dürfen die Geschäfte an den Tagen vor den Märkten bis 14 Uhr geöffnet haben. Künftig wird diese Zeit am Samstag auf 20 Uhr ausgedehnt.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.