29.07.2021 - 12:01 Uhr
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Von Schwarz bis Bonbonrosa

Die Haare von Caroline Keller mussten schon so einiges aushalten. Nachdem ein Farbexperiment schief geht, müssen alle Haare ab. Doch selbst dieses Ereignis schreckt sie nicht davor ab, wieder nach dem Färbepinsel zu greifen.

Für das Haarefärben zu Hause gibt es Fertigprodukte. Einzelne Komponenten müssen dann nur noch zusammengemischt werden.
von Caroline Keller Kontakt Profil

Ich kann es einfach nicht lassen. Ständig muss ich an ihnen zupfen, die Farbe oder die Länge ändern. Die Rede ist von meinen Haaren. Ich hatte schon wirklich jede Farbe und jede Haarlänge in meinem Leben. Von Schwarz, Braun, Rot bis Blond, sogar Bonbonrosa, mussten meine Haare schon viel aushalten.

Ich ließ sie über Jahre lang wachsen. Dann die Blitzentscheidung: Mensch, schulterlanges, dunkelrotes Haar, das wär’s doch. Also spontan zum Frisör und runter mit den blonden Längen. Nach einem halben Jahr, wollte ich sie noch kürzer haben. Ich ließ mir einen Pixie schneiden. Bei dem dunkelbraun gefärbten Kurzhaarschnitt tobte die Frisörin sich komplett aus, sogar mit Undercut. Sie rasierte also einen Teil der Haare ab. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.

Einige Zeit war ich zufrieden – bis die Frisur herauswuchs. Der freche Kurzhaarschnitt verwandelte sich in einen traurigen Vokuhila. Langsam aber sicher hatte ich die vergleichsweise kurzen Haare satt und sehnte mich nach langen Haaren. Also zauberte ich mir mit einer Haarverlängerung eine neue Haarpracht. Also startete ich damals in ein neues Uni-Semester mit langen schwarzen Haaren. Bisher mein Favorit unter meinen Frisuren.

Natürlich könnte ich jetzt nur die Sonnenseite des Haarefärbens erzählen. Aber es gibt da auch eine Schattenseite, die mich mein Haarkleid kostete. Mein Wunsch von der dunklen Nuance wieder weg zu kommen, um etwas Neues zu probieren, ging fürchterlich schief. Meine Haare waren nach dem Blondieren kaputt und brachen an verschiedenen Stellen ab. Da war nichts mehr zu retten. Also entschied ich einfach einen radikalen Neuanfang. Der Fünf-Millimeter-Haarschnitt gefiel mir auch echt gut. Nur das Herauswachsen lassen nervte. Phasenweise erinnerte mich mein Aussehen an ein Spielzeug aus den 90ern: Ein Monchhichi.

Mittlerweile sind meine Haare auf einer Länge, mit der ich gut leben kann. Auch das Blond, dass ich für Jahre verschmäht hatte, gefällt mir wieder. Doch seit ein paar Wochen juckt es mir in den Fingern den Haarfärbepinsel zu schwingen und etwas Neues auszuprobieren. Wirklich angetan hat es mir ein neuer Haartrend, bei dem die eine Hälfte der Haare dunkel und die andere hell gefärbt wird, zum Beispiel Schwarz und Blond. Mal sehen, wie lange ich widerstehen kann und die Finger vom Färbepinsel lasse - oder auch nicht.

Wenn die Kollegin nicht gerade ihre Haare färbt, liest sie am liebsten Bücher

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In der Kolumne "OTon" schreiben junge Mitarbeiter von Oberpfalz-Medien über das, was ihnen im Alltag begegnet. Dabei geht es weniger um fundierte Fakten, wie sie die jungen Leute tagtäglich für die Leser aufbereiten, sondern um ganz persönliche Geschichten und Meinungen.

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