28.08.2020 - 16:32 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Trotz Corona doch noch ein Triathlon in Weiden: Die Preise kommen per Post

Corona diktiert die Startbedingungen: Auch der Triathlon-Kalender 2020 wurde völlig durcheinandergewirbelt. In Weiden blieben sie aber hartnäckig.

Aus dem Wasser aufs Rad: In den vergangenen Jahren schwammen die Ausdauerathleten im Becken des Schätzlerbads. Dieses Mal geht es in den Weiher.
von Josef Maier Kontakt Profil

Seit Mittwoch absolviert Pierre Jander jeden Tag mit seinen Helfern einen Triathlon der anderen Art: Abstände nachmessen, Bänder setzen, immer wieder alles überprüfen. Am Samstag soll nämlich alles passen, wenn 180 Athleten auf dem Gelände des Schätzlerbads den richtigen Triathlon mit Schwimmen, Radeln und Laufen in Angriff nehmen. "Ist doch klar, dass man das mit den anderen Jahren nicht vergleichen kann", sagt Veranstalter Jander. "Und nicht nur, weil keine Zuschauer erlaubt sind." Seit 2009 gibt es den Triathlon Weiden: Normalerweise gehen die Sportler schon Mitte Mai auf die Strecke, jetzt ist es wegen der Coronakrise Ende August geworden. Trotz des späten Datums ist die Veranstaltung in Weiden der erste offizielle Triathlon in der Oberpfalz im Jahr 2020. Seit dem Lockdown Mitte März hatten die Athleten nur trainiert oder waren zuletzt zu weiter entfernten Wettbewerben, die es vereinzelt gab, ausgewichen.

Marlene Gomez Islinger und ihre Ziele

Weiden in der Oberpfalz

Normalerweise sind in Weiden 600 Sportler am Start. Am Samstag macht sich gerade etwa ein Drittel auf dem Weg. "Wir haben die Teilnehmerzahl natürlich begrenzt", erklärt Jander. Schließlich müssen jede Menge Hygienevorschriften beachtet werden. Im Sportlerpulk geht es auch um das Einhalten der Abstände. "Unsere Wechselzonen sind genauso groß, als ob 600 Leute am Start wären", erläutert Jander die Vorgaben. Seit Juli tüfteln sie in Weiden schon, wie es möglich wäre, in diesem Jahr doch noch einen Wettbewerb zustande zu bringen. Sie haben es geschafft. Und bei all dem Stress freut sich Jander auch, dass die Zusammenarbeit mit den Behörden - sei es Stadt oder Landratsamt - gut funktioniere. Natürlich schauen die Ämter darauf, dass die Vorschriften umgesetzt werden. Der Veranstalter weist die Athleten auch eindringlich auf die Vorgaben hin. "Bis kurz vor dem Start ist Maskenpflicht auf dem Gelände", erklärt Jander. "Und nach dem Zieleinlauf bekommen die Sportler von uns wieder eine neue Maske." Eine Siegerehrung gibt es auch nicht. "Die Preise werden per Post geschickt."

Los geht es am Samstag um 8 Uhr mit dem Supersprint (200 Meter Schwimmen, 10 Kilometer Radfahren, 2,5 Kilometer Laufen). Danach folgt der Sprint (500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen). Olympia-Aspirantin und Lokalmatadorin Marlene Gomez Islinger geht im Supersprint als Erste ins Wasser. Mit Maria Paulik, Patrick Kilian und Roland Ziegaus sind weitere bekannte Namen der regionalen Szene am Start. Youngster Benjamin Schindler (DJK Weiden) hat auch gemeldet.

Für alle wird vor allem eines ungewohnt sein: Geschwommen wird nicht im gekachelten 50-Meter-Becken des Schätzlerbads, sondern im Weiher. "Einige haben auch abgesagt, weil sie nicht im Weiher schwimmen wollten", berichtet Jander. Für andere Hartgesottene ist das überhaupt kein Problem. Zu befürchten ist ja ohnehin nichts, wie Jander schmunzelnd sagt: "Die Karpfen im Weiher haben wir ruhiggestellt."

Einige haben auch abgesagt, weil sie nicht im Weiher schwimmen wollten.

Veranstalter Pierre Jander

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.