20.01.2021 - 15:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Lockdown verlängert: Amateurfußballer weiter im Wartestand

Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbands bespricht die Zeit, in der aus der Politik grünes Licht für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs kommt. Der Oberpfälzer Fußball-Boss Thomas Graml benennt die größte Gefahr für die Amateurkicker.

Noch ist nicht absehbar, wann die Amateurfußballer in Bayern wieder zurück auf den Platz dürfen.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Der landesweite Lockdown wird verlängert, die Zeit der Verschärfungen ist noch nicht vorbei: Da erscheint es fast zwangsläufig, dass sich auch das Stochern im Nebel beim Bayerischen Fußball-Verband fortsetzt, wann und wie es bei den Amateurkickern weitergeht. "Wir müssen abwarten, wie es sich mit den politischen Vorgaben verhält. Daher machen konkrete Beschlüsse erst Sinn, wenn es eine Öffnungsstrategie der bayerischen Staatsregierung gibt", sagte Thomas Graml, Oberpfälzer Bezirksvorsitzender des BFV, nach einer Vorstandssitzung am Dienstag gegenüber Oberpfalz-Medien. Vielmehr habe es sich um Vorbesprechungen gehandelt, was auf den Verband noch zukommen könnte. Dabei sind, zumindest in der Oberpfalz, die Ligaspiele das geringste Problem. "Diese für einige Vereine relativ wenigen Spiele sollten über die Bühne gebracht werden. Da haben wir zwischen dem angedachten Saisonende am 15. Mai und dem regulären Ende des Fußballjahres am 30. Juni noch einen Puffer."

Am im Sommer eingeführten und mittlerweile umstrittenen Ligapokal soll weiter bis zu einer realistischen Aussicht auf den Wiederbeginn festgehalten werden. "Aber nicht auf Teufel komm raus. Sollte es für unsere Vereine zu anstrengend werden, etwa mit Spielen im Drei-Tage-Rhythmus, werden wir uns von diesem Wettbewerb verabschieden. Das geht dann schnell, macht aber aktuell noch keinen Sinn", wie Graml anmerkte. Verbandsspielleiter Josef Janker sagte gegenüber der Passauer Neuen Presse, dass die Vereine vor dem Re-Start erneut befragt werden sollen, ob sie weiter am Ligapokal teilnehmen möchten. Doch zunächst müsse sich, laut Graml, der Fußball weiter "nachrangig in der Gesellschaft einordnen". Der Verband stünde vor einer Herkulesaufgabe, vor allem Kinder und Jugendliche aus der sich breitmachenden Sport-Lethargie herauszubekommen. "Der fehlende Nachwuchs ist die größte Gefahr", sagte Graml zu den post-pandemischen Herausforderungen des Amateurfußballs.

Mit diesen finanziellen Herausforderungen sehen sich Fußballvereine in einer Zeit ohne Spielbetrieb konfrontiert

Amberg

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.