14.06.2020 - 22:20 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Devils-Co-Trainer Florian Zellner: Mindestziel die zweite Play-off-Runde

Diesen Artikel lesen Sie mit
Was ist OnetzPlus?

Florian Zellner und der 1. EV Weiden sind untrennbar verbunden. Seit seiner Kindheit hält der 38-Jährige dem Eishockey-Verein die Treue. Jetzt blickt "Zoco" der fünften Saison als Co-Trainer der Blue Devils entgegen.

Florian Zellner, Rekordspieler der Blue Devils, geht beim Eishockey-Oberligisten ins fünfte Jahr als Co-Trainer.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Seit über 30 Jahren ist für den gebürtigen Weidener Florian Zellner der 1. EV Weiden die sportliche Heimat. Der 38-Jährige durchlief alle Nachwuchsteams und spielte danach 16 Jahre in der ersten Mannschaft. Mit den Blue Devils erlebte "Zoco" alle Höhen und Tiefen - unter anderem den Aufstieg in die 2. Bundesliga und den Rückzug in die Landesliga. Der Rekordspieler absolvierte 734 Spiele und verbuchte dabei 375 Scorerpunkte (171 Tore, 204 Assists). Nach dem Ende der aktiven Laufbahn im Jahr 2016 wechselte er sofort in den Trainerstab.

Vor seinem fünften Jahr als Co-Trainer der Oberliga-Mannschaft blickt Zellner zurück, macht sich im Interview mit Oberpfalz-Medien aber auch Gedanken über die wegen der Coronakrise unsichere Zukunft.

ONETZ: Herr Zellner, Sie gehören schon zum Inventar des 1. EV Weiden. Gab es irgendwann Gedanken, zu einem anderen Verein zu wechseln?

Florian Zellner: In erster Linie war es immer ein Traum, für meinen EV Weiden bei den Senioren zu spielen. Es war harte Arbeit, aber das habe ich geschafft. Und ich habe es zu keinem Zeitpunkt bereut, treu geblieben zu sein.

ONETZ: Sie gehen jetzt ins fünfte Jahr als Co-Trainer der Blue Devils. Mussten Sie vor der erneuten Zusage lange überlegen?

Forian Zellner: Einerseits nein, aber da es bei mir nicht mehr heißt "alleine", sondern Familie mit Frau und Kind und der zweite Nachwuchs unterwegs ist, habe ich das mit meiner Frau im Vorfeld selbstverständlich besprochen. Aber ich kann ohne EVW nicht wirklich.

ONETZ: Ihr erster Chef war Markus Berwanger, dann für kurze Zeit Milan Mazanec und jetzt seit Januar 2018 Ken Latta. Was sind deren Unterschiede in der Trainingsarbeit und in der Spielphilosophie?

Florian Zellner: Jeder Trainer tickt anders, das näher zu erläutern, würde hier den Rahmen sprengen. Ich freue mich auf eine weitere Saison mit Ken.

ONETZ: In Corona-Zeiten ist auch für Sportler nichts normal. Dennoch läuft bei einigen Vereinen, wenn auch eingeschränkt, das Sommertraining. Was machen die Spieler der Blue Devils den Sommer über?

Florian Zellner: Trotz Corona sind unsere Jungs fleißig im Homeoffice, arbeiten auf der Laufbahn oder in der Natur an der Grundfitness in Sachen Kraft und Schnelligkeit.

ONETZ: Der Trainingsauftakt auf dem Eis ist am 17. August geplant. Wie schätzen Sie dafür die Chancen ein?

Florian Zellner: Mein letzter Stand war, dass wir schon später starten als normal geplant, nämlich am 31. August. Aber wir wissen, dass noch alles ungewiss ist und bleibt, bis wir wirklich starten.

ONETZ: Wenn alle Bewerber die Lizenz erhalten, geht die Oberliga Süd mit 13 Vereinen in die Saison 2020/21. Wie groß ist Ihre Hoffnung, dass der Start trotz Coronakrise wie gewohnt Ende September erfolgt?

Florian Zellner: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

ONETZ: Stand jetzt ist eine Saison mit Einfach- und Meisterrunde sowie Play-offs geplant. Welche Optionen sehen Sie bei einer Verschiebung des Starts?

Florian Zellner: Darüber sollen sich andere den Kopf zerbrechen.

ONETZ: Im Fußball und bei den Basketballern wird momentan ohne Zuschauer gespielt. Wäre für Sie Eishockey ohne Fans denkbar?

Florian Zellner: Eishockey ohne Zuschauer ist für mich unmöglich. Wir haben nicht die Fernseh-Einnahmen wie der Fußball. Wir brauchen unsere Fans im Stadion, die uns unterstützen - und das zahlreich.

ONETZ: Zum Sportlichen: Bei den Blue Devils ging es in den letzten Jahren immer ein kleines Stück aufwärts, in der vergangenen Saison wurden dann aber die Play-offs verpasst. Ist die Enttäuschung schon verflogen?

Florian Zellner: Ja, das ist schon abgehakt. Jetzt soll es wieder aufwärts gehen, darauf wird der Fokus gelegt.

ONETZ: Im Kader gibt es Veränderungen. Bisher stehen mit den Torhütern Luca Endres und Philip Lehr, Verteidiger Dominik Müller sowie den Stürmern Edgars Homjakovs und Marius Schmidt fünf Neuzugänge fest. Geben Sie eine kurze Einschätzung zu den Neuen.

Florian Zellner: Ich denke, wir haben uns in allen Bereichen gut verstärkt. Jeder einzelne Neuzugang wird mit seinen Stärken seinen Beitrag leisten.

ONETZ: 13 Spieler – 2 Keeper, 4 Abwehrspieler und 7 Angreifer – sind bisher unter Vertrag. Wird mit drei oder vier Reihen geplant?

Florian Zellner: Der Plan sind vier Reihen, ob aber mit drei oder vier Reihen gespielt wird, hängt immer von verschiedenen Faktoren, zum Beispiel Verletzungen, Sperren und so weiter ab.

ONETZ: Sind weitere Neuverpflichtungen geplant? Oder wird der Kader größtenteils mit eigenen Nachwuchsspielern aufgefüllt?

Florian Zellner: Es wird schon noch jemand zum aktuellen Team stoßen, darauf können wir uns freuen. Und natürlich werden wir unseren Nachwuchsspielern wieder die Möglichkeit geben, uns von ihrem Können zu überzeugen.

ONETZ: Zum Abschluss, immer vorausgesetzt, dass trotz der Coronakrise alles normal läuft: Wie lautet Ihr Ziel für die Saison 2020/21?

Florian Zellner: Das Mindesziel ist die zweite Play-off-Runde.

Neuzugang Dominik Müller aus Selb

Weiden in der Oberpfalz

Für Sie empfohlen

 

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.