20.10.2020 - 08:37 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Nach Corona-Ausbruch: Blue Devils blicken wieder nach vorne

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Eine Woche nach dem ersten Corona-Fall beim Weidener Eishockey-Oberligisten verharren etwa 25 Personen weiterhin in Quarantäne. Geschäftsführer Franz Vodermeier kann sich langsam wieder der Zukunftsplanung widmen.

Noch etwa eine Woche müssen die Eishockeyspieler der Blue Devils Weiden in Quarantäne verbleiben.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Noch wird Franz Vodermeier in der Quarantäne nicht langweilig. "Mit den etwa 25 Leidensgenossen stehe ich in regelmäßigem Austausch, und zahlreiche Telefonate sorgen für Abwechslung", sagte der Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH bei den Blue Devils Weiden nach dem Corona-Ausbruch mit 15 Positivfällen bei der Oberliga-Mannschaft zu Beginn der vergangenen Woche. Wie lange die Quarantäne noch andauert, hängt davon ab, ob jemand positiv getestet oder zur Gruppe der Kontaktpersonen zählt. "Bei den Positivfällen dauert sie von Beginn der Symptomzeit an gerechnet 10 Tage. Die Kontaktpersonen werden regelmäßig weiter getestet und für 14 Tage isoliert." Bislang traten dabei keine weiteren Corona-Fälle mehr auf.

Wir erfahren unter den Oberligisten eine große Welle der Solidarität. Viele Vereine haben bereits signalisiert, dass sie zur Verfügung stehen, wenn wir vor dem geplanten Saisonstart am 6. November noch einen kurzfristigen Testspielgegner suchen sollten

Franz Vodermeier (Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH der Blue Devils Weiden)

Glücklicherweise verlaufe die Krankheit bei den Weidener Spielern bis dato von "völlig symptomfrei bis zu leichten Anzeichen", so dass die Verantwortlichen den Blick langsam wieder in die Zukunft richten können. "Wir erfahren unter den Oberligisten eine große Welle der Solidarität. Viele Vereine haben bereits signalisiert, dass sie zur Verfügung stehen, wenn wir vor dem geplanten Saisonstart am 6. November noch einen kurzfristigen Testspielgegner suchen sollten", zeigte sich Vodermeier erfreut. Der Blick zurück und die Suche nach dem Grund des heftigen Corona-Ausbruchs bei den Devils ist für den GmbH-Geschäftsführer nicht mehr angebracht. "Ich habe im Austausch mit dem Gesundheitsamt gelernt, dass Spekulationen über den einen Infektionsherd oder der Versuch einer Erklärung große Fehler sind. Dazu müsste eine tiefergehende und umfangreichere Analyse herhalten, für die das Gesundheitsamt in der aktuellen Lage aber keinerlei Kapazitäten hat."

Weidens Oberbürgermeister Jens Meyer hätte Vodermeier versichert, dass die Blue Devils "ein Faktor, aber beileibe nicht der einzige" für den sprunghaften Anstieg des 7-Tage-Inzidenzwertes der Stadt gewesen seien. So würden die Spieler noch einmal sensibilisiert, sich auch im privaten Umfeld an die gängigen Regeln zur Eindämmung der Pandemie zu halten. "Es gab keine Party oder ähnliches, auf der sich die Spieler infiziert haben. Aber dass die Spieler auch abseits des Trainingsbetriebs Kontakt zueinander haben, ist völlig normal und nicht zu unterbinden", stellte Vodermeier klar.

Bei den Blue Devils Weiden wurden vergangene Woche 15 positive Coronafälle bekannt

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