16.03.2020 - 16:35 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Blue Devils: Der erste Abgang steht fest

Franz Vodermeier kündigt für die Saison 2020/21 grundlegende Veränderungen an. Namen nennt der Geschäftsführer der Blue-Devils-Spielbetriebs-GmbH noch nicht - mit einer Ausnahme. Goalie Jonas Neffin verlässt Weiden nach einem Jahr wieder.

Torwart Jonas Neffin, der in der vergangenen Saison mit einer Förderlizenz für die Blue Devils ausgestattet war, kehrt wieder fest zu seinem Stammverein Iserlohn Roosters (DEL) zurück.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Beim Eishockey-Oberligisten Blue Devils Weiden haben neben Trainer Ken Latta vier Spieler einen Vertrag für die kommende Saison: Verteidiger Barry Noe sowie die Stürmer Tomas Rubes, Martin Heinisch und Marco Habermann. Mit Torhüter Jonas Neffin steht jetzt der erste Abgang fest.

Neffin, der mit einer Förderlizenz ausgestattet war, kehrt zu seinem Stammverein Iserlohn Roosters zurück. Beim DEL-Club steht der 19-jährige Goalie noch die kommenden beiden Spielzeiten unter Vertrag. In Weiden konnte der talentierte Keeper in seinem ersten Jahr als Profi Spielpraxis in der Oberliga sammeln, nun soll Neffin den nächsten Karriere-Schritt machen. "Das Jahr in Weiden war für alle positiv, für Neffin, für die Blue Devils und für Iserlohn", sagt Franz Vodermeier, Geschäftsführer der Blue Devils-Spielbetriebs-GmbH.

Vodermeier hat für kommende Saison "grundlegende Veränderungen" angekündigt, ohne allerdings zum jetzigen Zeitpunkt Namen zu nennen. Er verriet aber, dass der Budget-Rahmen wohl größer sei und die Blue Devils "in die Breite und in die Qualität investieren werden". Momentan sei die GmbH sowie Ken Latta, Trainer und Sportlicher Leiter in Personalunion, mit allen weiteren Akteuren des letztjährigen Kaders in Verhandlungen. Die Sportredaktion von Oberpfalz-Medien wagt eine personelle Einschätzung für kommende Saison. Von der Größenordnung her wird von vier Reihen ausgegangen. Torhüter

Die Blue Devils brauchen endlich eine starke und unumstrittene Nummer 1. Dafür kommt nach dem Weggang von Jonas Neffin auch Daniel Filimonow nicht infrage. Beide Weidener Torhüter waren in der vergangenen Saison im Liga-Vergleich statistisch ganz unten angesiedelt - zwar immer für ein überragendes Spiel gut, aber eben zu selten. Mit einer klaren Nummer 1 müsste Trainer Ken Latta auch das ständige und oft unverständliche Wechselspiel auf der wichtigen Goalie-Position beenden. Verteidiger

Bisher hat nur Barry Noe einen Vertrag für kommende Saison. Kein Thema für einen Verbleib ist Adam Poldruhak, auch Filip Hadamczik und der Landshuter Förderlizenzspieler Raul Jakob haben sich nicht nachhaltig empfohlen. In der Spitze, also im ersten Abwehrblock, muss eine deutliche Qualitätssteigerung her. Dahinter sollten neben Noe auch Ralf Herbst, der zwar oft kritisierte Adam Schusser, Mirko Schreyer, Valentin Bäumler und natürlich Adrian Klein eine Zukunft in Weiden haben.

Bei U17-Nationalspieler Klein werden aber wohl die Straubing Tigers ein Wort mitreden. Die Verpflichtung soll nach Informationen der Fachzeitung "Eishockey News" fix sein. Klein, der im September 17 Jahre alt wird, sei zwar noch nicht für die DEL vorgesehen, sondern soll per Förderlizenz unterklassig spielen. Dass dies in Weiden sein wird, scheint unwahrscheinlich. Die Straubinger denken offensichtlich an einen Partner, der auch eine DNL1-Mannschaft im Spielbetrieb hat. Da kämen im Umkreis von Straubing der EV Landshut und der EV Regensburg infrage. Stürmer

Mit Tomas Rubes und Martin Heinisch hatten die Blue Devils in der vergangenen Saison eines der besten Sturmduos der Oberliga Süd. Rubes belegte in der Scorerwertung mit 82 Punkten (33 Tore, 49 Assists) Rang drei, Heinisch (70 Punkte/24+46) den zehnten Platz. Beide haben neben Marco Habermann Verträge für die kommende Saison. Wenn zu Rubes und Heinisch noch ein starker Außenstürmer kommt, hat Weiden im nächsten Jahr eine Top-Sturmreihe.

Der zweite Block muss komplett verändert werden, wobei hier der Verpflichtung des zweiten Ausländers entscheidende Bedeutung zukommt. Erneute Flops wie mit den Kanadiern Christian Ouellet (vor zwei Jahren) und Chase Clayton (in der abgelaufenen Saison) darf es nicht geben. Der Tscheche Tomas Knotek, der Clayton Ende Januar abgelöst hatte, dürfte keine Option sein. Knotek punktete zwar statistisch mehr als Clayton, der dringend notwendige überragende Akteur für die zweite Sturmreihe war er aber nicht, wobei ihm aber auch zwei starke Flügelspieler fehlten.

Die Zeit von Herbert Geisberger, vor einem Jahr noch ein Aktivposten, dürfte abgelaufen sein. Auch Paul Wolf und Jakub Bitomsky genügen höheren Oberliga-Sprüchen nicht. Bleiben für die Sturmreihen drei und vier Spieler wie Marco Habermann, Philipp Siller, Michael Kirchberger, Marco Pronath oder auch der Landshuter Förderlizenzspieler Daniel Schröpfer. Eigene Junioren wie Oliver Arlt, Elias Maschke oder Jason Wallner müssen langsam in die erste Mannschaft integriert werden. Von diesem Trio hinterließ in den letzten Wochen vor allem Arlt einen mehr als positiven Eindruck.

Jubel nach einem Sieg: Tomas Rubes (links) und Martin Heinisch waren vergangene Saison eines der besten Sturmduos der Oberliga Süd.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.