27.08.2021 - 13:18 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Bezirksliga Nord: Grafenwöhrer Option auf die Tabellenführung

Schafft die SV Grafenwöhr den Sprung an die Tabellenspitze der Bezirksliga Nord? Dazu müsste Klassenprimus SpVgg Pfreimd patzen und die Kratzer-Truppe bei der SpVgg SV II punkten. Schwer wird's für Kulmain gegen aufstrebende Schlichter.

Der Grafenwöhrer Johannes Kopp (rechts) legt den Vorwärtsgang ein. Mit einem Punktgewinn bei der SpVgg SV Weiden II könnte die SV Grafenwöhr zumindest für 24 Stunden die Tabellenführung in der Bezirksliga Nord übernehmen.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

SpVgg SV Weiden II – SV Grafenwöhr Sa. 15.00

Das Bezirksligaderby gegen den Tabellenzweiten ist das Vorspiel zum Landesliga-Spitzenspiel zwischen der SpVgg SV Weiden und Sturm Hauzenberg. Und darin liegt auch schon das Problem aus Sicht der Weidener „Zweiten“. Dessen Trainerduo Michael Riester/Marco Lorenz hat mit erheblichen Personalproblemen zu kämpfen und kann im Hinblick auf die nachfolgende Landesligabegegnung nur beschränkt auf Unterstützung „von oben“ rechnen. Da die U19-Junioren zeitgleich ein Vorbereitungsspiel bestreiten, wird die Luft recht dünn. Vielleicht kann man die vermutlich beste Mannschaft der Liga aber trotzdem ein wenig ärgern, zumal deren Auswärtsbilanz bislang eher durchwachsen ausgefallen ist. Allerdings hat die Weidener „Zweite“ auch erst eines von drei Heimspielen gewonnen.

Nach dem Sechs-Punkte-Wochenende zuletzt mit Siegen gegen Schirmitz und OVI-Teunz belegen die Grafenwöhrer den zweiten Tabellenplatz. Nun reist die SV Grafenwöhr mit Rückenwind zur nächsten schweren Aufgabe am Weidener Wasserwerk. Mit Tobias Bernkopf und Deniz Bock hat die SpVgg zwei torhungrige Spieler in ihren Reihen, die zusammen die Hälfte der bisherigen Weidener Treffer erzielten. Grafenwöhr braucht sich aber bei bisher 19 erzielten Toren nicht verstecken. Luca Reiß führt aktuell die interne Torschützenliste mit vier Treffern an.

SV Hahnbach – SV Etzenricht Sa. 15.00

In der Bezirksliga-Tabelle geht es eng zu. Gastgeber SV Hahnbach (12 Punkte, 4. Rang) und den SV Etzenricht (11/7.) trennen nur einen Punkt. Bei vielen Experten gilt Hahnbach als Titelkandidat. Dafür sprechen die kontinuierlich guten Resultate der zurückliegenden Spielzeiten sowie ein breit angelegter und perfekt eingespielter Kader. Hahnbach leistet sich im laufenden Wettbewerb keine Halbheiten, das heißt: man spielte bei vier Siegen und zwei Niederlagen nie Remis. Der SVE feierte am Mittwoch einen 3:0-Erfolg gegen die DJK Ensdorf. Nach längeren Zwangspausen mischten Johannes Pötzl und Martin Pasieka „in Teilzeit“ wieder mit, dafür musste Stephan Herrmann (Muskelprobleme) pausieren. Sein Einsatz ist erneut gefährdet, Christian Ermer fehlt sicher. Über Hahnbach sagt SVE-Trainer Andreas Wendl: „Ein sehr starker Gegner, der seit Jahren tollen Fußball zeigt, zurecht immer ganz oben auftaucht."

SC Luhe-Wildenau – SV Raigering Sa. 16.00

Nach dem mäßigem Unentschieden in Schirmitz will der SC Luhe-Wildenau am Samstag dreifach punkten. “Wir müssen hochkonzentriert an das Spiel herangehen und über 90 Minuten konsequent arbeiten", lautet die Marschroute von Trainer Roland Rittner gegen den SV Raigering. Allerdings muss der Sportclub auch an diesem Wochenende auf einige Urlauber und Verletzte verzichten. Es kehren jedoch auch Spieler nach auskurierten Verletzungen zurück. Raigering tut sich bislang schwer und konnten keines des letzten drei Spiele für sich entscheiden. Im Derby gegen Hahnbach verlor man zu Hause mit 0:1. Eins ist aber positiv anzumerken: Mit Goalgetter Alexander Egerer haben die Panduren einen Spieler, der in den letzten sieben Partien fünfmal getroffen hat.

SV Kulmain – 1. FC Schlicht So. 15.00

Der SV Kulmain schlägt sich bislang mehr als wacker und belegt mit 12 Punkten den respektablen fünften Tabellenplatz. Ob die Truppe von Trainer Elvis Zekic diesen allerdings am achten Spieltag behaupten kann, ist fraglich. Mit dem 1. FC Schlicht gastiert eine ambitionierter Aufsteiger, der in der neuen Umgebung für Furore sorgt. Mit 13 Zählern liegen die Schlichter lediglich zwei Punkte hinter dem Führungsduo Pfreimd/Grafenwöhr. Kulmain könnte sicherlich mit einem Teilerfolg leben, es wäre das erste Unentschieden in der laufenden Saison. Positiv ist, dass Stürmer Nicolas Pusiak nach seiner kurzen Verletzungspause zuletzt auf Anhieb wieder getroffen hat.

FC OVI-Teunz – SpVgg Schirmitz So. 15.15

Keine leichte Aufgabe steht der SpVgg Schirmitz bevor, wenn sie am Sonntag beim Aufsteiger in Teunz antreten muss. Nach dem wertvollen torlosen Unentschieden zuletzt im Heimspiel gegen den Lokalrivalen SC Luhe-Wildenau steht die Dütsch-Truppe mit acht Zählern auf einem Relegationsplatz und will die Position mit einem Punktgewinn zwar verbessern, aber der Neuling hat im letzten Heimspiel die favorisierte SpVgg Vohenstrauß mit 3:1 geschlagen und damit Lunte gerochen. Die Schirmitzer müssen sich daher auf einen hoch motivierten Gegner einstellen. Mit einer sicher stehenden Abwehrreihe müsste es allerdings möglich sein, etwas Zählbares aus Teunz zu entführen.

FC Wernberg – SpVgg Vohenstrauß So. 18.00

Nur ein Punkt aus den letzten sechs Spielen – so lautet die ernüchternde Bilanz der SpVgg Vohenstrauß. Logischerweise findet sich die Mannschaft von Trainer Michael Rösch somit tief im Tabellenkeller wieder und muss aufpassen, den Anschluss ans Mittelfeld nicht zu verlieren. Einerseits besteht also im Auswärtsspiel beim FC Wernberg ein gewisser Erfolgsdruck, andererseits weiß man auch um die Stärke des Gegners. „Unser Gegner verfügt sicherlich über das Potenzial, im oberen Tabellendrittel mitzuspielen", sagt SpVgg-Trainer Michael Rösch über die Wernberger. Ein Grund für die aktuelle Misere, so Rösch, liege sicherlich auch in den immensen personellen Problemen. „Aktuell haben wir einfach sehr viele Ausfälle im Kader zu beklagen." Einige Spieler kehren Sonntag in den Kader zurück, so dass die Alternativen zumindest etwas mehr werden sollten.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.