14.06.2021 - 17:52 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Alternativer Vorschlag: Gibt es künftig vier Fußball-Bezirksligen?

Wie geht die kommende Bezirksliga-Saison über die Bühne? Herkömmlich mit zwei 16er Ligen oder doch ganz anders mit vier Achtergruppen? Darüber dürfen die Vereine nach den nun anstehenden Tagungen abstimmen.

Die alternative Einteilung der Fußball-Bezirksligen in vier Achtergruppen.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Nach einem Vorstandsbeschluss des Bayerischen Fußball-Verbandes sind alle Ligen-Verantwortlichen angehalten, wegen der langen Corona-Pause auf allen Ebenen alternative Spielformen für die Saison 2021/22 anzubieten. Damit soll eventuellen erneuten Einschränkungen in Pandemie-Zeiten vorgebeugt werden. Daher hat Spielleiter Christian Wolfram nun allen 32 Oberpfälzer Bezirksligisten eine Variante zu den bislang praktizierten beiden 16er Ligen vorgestellt.

  • Die Vereine werden demzufolge in 4 regionale Ligen à 8 Mannschaften eingeteilt (siehe Grafik).
  • Nach einer Hin- und Rückrunde folgt eine Neueinteilung in je 2 Meisterrunden (jeweils die vier Erstplatzierten der Vorrundenligen) und Qualirunden (jeweils die Plätze 5 bis 8 der Vorrundengruppen) à 8 Teams.
  • Nach erneuten Hin- und Rückspielen stehen so am Ende 2 Aufsteiger in die Landesliga (die Sieger der beiden Meisterrunden), 2 Aufstiegsreleganten (die Zweitplatzierten der beiden Meisterrunden), 6 Direktabsteiger in die Kreisligen (die Plätze 6 bis 8 der beiden Qualirunden) sowie 2 Abstiegsreleganten (die beiden 5. der Qualirunden) fest.

Dieses Alternativmodell sei, laut Wolfram, keine Reaktion auf den Aufschrei etwa des 1. FC Schwarzenfeld, der in der letzten Woche seine "Versetzung" in die Süd-Gruppe lautstark beklagt hatte. "Ich denke, der 1. FC Schwarzenfeld wäre mit dieser alternativen Einteilung in vier Achtergruppen deutlich zufriedener, wenngleich das nicht der ausschlaggebende Punkt war." Ob die kommende Bezirksliga-Saison nun nach dem herkömmlichen oder dem alternativen Modell über die Bühne geht, darüber diskutieren die Vereine bei den jeweiligen Tagungen in dieser Woche. Die Süd-Bezirksligisten kommen am Donnerstag, 17. Juni, um 19 Uhr bei der SpVgg Hainsacker zusammen, die Nord-Clubs folgen am Sonntag, 20. Juni, um 10 Uhr beim 1. FC Schlicht. "In den Tagen danach wird dann abgestimmt", sagt Wolfram zum Prozedere. Ihm und auch dem Verband sei das Abstimmungsergebnis egal. "Ob ich jetzt einen Spielplan für zwei 16er Ligen oder vier 8er Ligen erstelle, kommt aufs Gleiche raus."

Um auf mögliche erneute Einschränkungen in Pandemie-Zeiten reagieren zu können, seien beim Alternativmodell weitere Einschnitte möglich: So könnten Spiele gegen Mannschaften, gegen die man schon in der Vorrunde gespielt hat, in der Meister- oder Qualirunde entfallen. Die entsprechenden Ergebnisse würden dann mitgenommen. Die Anzahl der Spiele würde sich dadurch weiter von 28 (im herkömmlichen Modell 30) auf 22 verringern. Dies hätte zwar einerseits weniger Zeitdruck zur Folge, bedeute aber auch weniger Heimspiele und somit weniger Einnahmen für die Vereine. Sollten die Vereine für die kleineren Ligen votieren, würde diese Spielform für zwei Jahre gelten. "Zu Beginn der Spielzeit 2022/23 würde dann eine Abstimmung über deren Beibehaltung erfolgen", merkt Wolfram an. Analog zur Bezirksliga werden auch die drei Oberpfälzer Spielkreise Amberg/Weiden, Cham/Schwandorf und Regensburg auf ihren Tagungen für ihre Spielklassen ebenfalls ein alternatives Spielsystem mit kleineren Spielgruppen vorstellen und darüber abstimmen lassen.

Vor allem der 1. FC Schwarzenfeld ist mit der herkömmlichen Einteilung der Bezirksligen überhaupt nicht einverstanden

Schwarzenfeld

 

 

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