10.06.2020 - 21:21 Uhr
StullnSport

Hesl hält Wort - und bleibt beim TSV Stulln

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Jetzt wäre eigentlich die Zeit der Spielerwechsel. Doch durch Corona ist alles anders. Wechseln wäre weiter möglich, einige planen aber um.

Wolfgang Hesl spielt die derzeit ruhende Saison beim TSV Stulln zu Ende und wechselt erst nach Abschluss der Spielzeit - wann immer das auch ist - zum SC Ettmannsdorf.
von Josef Maier Kontakt Profil

Da gibt es für ihn überhaupt keine Diskussion: "Ich haue doch nicht einfach ab. Ich habe immer gesagt, ich beende die Saison mit dem TSV Stulln." Wolfgang Hesl, Ex-Profi-Torwart unter anderem beim HSV und Greuther Fürth, kickt noch ein Jahr im Feld und zieht sich die Torwarthandschuhe vorerst nicht wieder an. Schon vor der Coronapause war der Wechsel von Hesl im Sommer zum Landesligisten SC Ettmannsdorf fix gemacht worden. Dort sollte er wieder im Tor stehen. Doch das Virus hat alles durcheinandergewirbelt: den Spielplan, die Planungen der Spieler der Klubs und vor allem die Wechselaktivitäten. Hesl könnte vom Bezirksliga-Schlusslicht Stulln mit Einwilligung des TSV durchaus im Sommer wechseln und dann mit den Ettmannsdorfern die angebrochene Saison beenden. "Ich sehe mich immer noch als wichtigen Teil der Stullner Mannschaft", sagt der 34-Jährige, der beim TSV nach seiner langen Torwartkarriere im Feld spielt. Wenn es wieder losgeht - wann immer das auch sein wird - sieht er seine Stullner im Abstiegskampf der Bezirksliga Nord nicht chancenlos: "Die Geschichte ist noch nicht erledigt."

Der Stullner Spielertrainer Christian Zechmann freut sich derweil über die Zusage des Ex-Profis: "Wolfgang hat schon immer gesagt, er wolle, egal was kommt, die Saison bei uns zu Ende spielen."

Interview mit Wolfgang Hesl

Schwarzenfeld

In Ettmannsdorf wollte Hesl ab Sommer auch seine Trainerkarriere forcieren. Geplant war, dass er bei einigen Jugendteams die Torhüter trainiert. "Ich habe es bisher schon einige Male gemacht", erzählt der Schwarzenfelder. "Das macht mir viel Spaß." Hesl, der im Dezember auch ein Sportmanagementstudium begonnen hat, kann sich später durchaus vorstellen, im Amateurbereich als Trainer zu arbeiten. In den kommenden Monaten wäre es für ihn auch okay, für Stulln zu spielen und beim Sportclub die Nachwuchskeeper zu trainieren. "Ja, das könnte durchaus ein Modell sein", sagt Horst Hohler, Abteilungsleiter des SC Ettmannsdorf. Der Funktionär spricht in Coronazeiten von einer "blöden Situation" im Amateurfußball. Durch die Entscheidungen zuletzt würden alle in der Luft hängen. Natürlich hätte er Hesl gerne schon in seinem Team, "aber es ist ja ehrbar, dass Wolfgang sagt, er will die Saison mit Stulln beenden". So wird sich das Engagement Hesls beim Landesligisten um ein Jahr verschieben. "Wenn sie mich dann noch wollen", sagt der Torwart schmunzelnd. Hohler hat da schnell eine Antwort parat: "Natürlich, das ist doch überhaupt keine Frage."

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