15.03.2021 - 14:05 Uhr
SchwarzhofenSport

Mammutprogramm hin oder her – der SV Schwarzhofen will endlich spielen

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Ist die Fußballsaison 2019/20 noch zu retten? Die Vereine warten auf Entscheidungen von oben. Viele möchten das Ganze durchziehen. Auch der SV Schwarzhofen mit Vorsitzendem und Spieler Martin Weiß – obwohl ein Mammutprogramm wartet.

Spieler und Vorsitzender: Martin Weiß (rechts) ist für den SV Schwarzhofen schon "ewig" am Ball.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

ONETZ: Herr Weiß, der SV Schwarzhofen hat in der Bezirksliga Nord mit 18 absolvierten Spielen aktuell gerade mal 60 Prozent seines Saisonpensums erfüllt. Wieso hinkt die Mannschaft eigentlich so weit hinterher?

Martin Weiß: Da hat sich einiges summiert. Wir hatten ja bereits vor Corona Spielausfälle wegen Unbespielbarkeit der Plätze. Nach Ende des ersten Lockdowns konnten wir im September 2020 nicht wie andere den Spielbetrieb aufnehmen, weil die Mannschaft in eine 14-tägige Quarantäne musste. Als wir wieder hätten spielen können, erwischte es unseren Gegner, den TuS Kastl. Und das Spiel gegen den SV Kulmain fiel Ende Oktober aus, weil die Inzidenz mittlerweile einfach zu hoch war. Wir haben im Herbst nur ein Punktspiel bestreiten können, und das war gegen den TSV Stulln.

ONETZ: Sollte die Saison 2019/20 zu Ende gespielt werden können, wartet viel Arbeit auf die Spieler. Haben Sie schon mal durchgerechnet, wann der Trainingsauftakt und der Re-Start des Spielbetriebs sein müssten, damit der SVS sein Restprogramm durchbringt?

Martin Weiß: Direkt durchgerechnet habe ich das noch nicht. Aber eines steht fest: Wir brauchen mindestens vier Wochen Vorbereitung, sonst macht das keinen Sinn. Es geht ja nicht nur darum, irgendwie schnell fit zu werden. Nach so einer langen Pause muss man das Training so steuern, dass Verletzungen vermieden werden.

ONETZ: Bezirksvorsitzender Thomas Graml hat jüngst gemeint, dass man bei einem Trainingsstart nach Ostern und Punktspielbeginn Anfang Mai inklusive zehntägiger Relegation bis zum 30. Juni fertig sein könnte. Was sagen Sie dazu?

Martin Weiß: Dem Zeitplan könnte ich so zustimmen. Dass auf uns richtig anstrengende Wochen zukommen werden, ist uns klar. Aber das nehmen wir in Kauf, weil alle sehnsüchtig darauf warten, wieder kicken zu dürfen. Von unserer Seite her wollen wir, wenn es irgendwie geht, die Saison durchziehen.

ONETZ: Die Frage ist, ob eine Wiederaufnahme des Trainings binnen kurzer Zeit realistisch ist. Bis Ostern sind es noch knapp drei Wochen und die Inzidenz steigt in vielen Gegenden wieder an. Im Landkreis Schwandorf liegt der Wert über 200 ...

Martin Weiß: Ich glaube nicht, dass die Inzidenz in kurzer Zeit so weit zurückgeht, dass der Kontaktsport die Erlaubnis für den Wettspielbetrieb bekommt. Die Zahlen sind ja nicht kontinuierlich rückläufig, sondern steigen schon mal durch die Decke. So sehr wir es uns wünschen, aber ich bin skeptisch, was die Saisonfortführung betrifft.

So sehr wir es uns wünschen, aber ich bin skeptisch, was die Saisonfortführung betrifft.

Martin Weiß, Vorsitzender des SV Schwarzhofen

Martin Weiß, Vorsitzender des SV Schwarzhofen

ONETZ: Bei einem Saisonabbruch tritt die Quotientenregel in Kraft. Die bislang erzielten Punkte werden dann durch die Anzahl der ausgetragenen Spiele geteilt. Eine gerechte Lösung?

Martin Weiß: Wir stehen im Mittelfeld, von daher wäre diese Regel für uns nicht schlimm. Das mag bei anderen, die um den Aufstieg oder gegen den Abstieg kämpfen, anders aussehen. Ich beneide den Verband nicht darum, über einen Saisonabbruch zu entscheiden.

ONETZ: Trainer Michael Hartlieb wird auch kommende Saison als Trainer fungieren, die Mannschaft bleibt zusammen. Wie wichtig ist dies für den SV Schwarzhofen?

Martin Weiß: Michael Hartlieb ist für uns ein Glücksfall. Das Verhältnis zur Mannschaft ist super, er ist von allen Spielern voll akzeptiert, auch wenn er erst 31 Jahre jung ist. Und dass der gesamte Kader zur Stange hält, ist natürlich toll. Mal sehen, vielleicht klappt es mit zwei, drei Neuzugängen. Schade ist nur, dass Abteilungsleiter Marco Schmidtke zum Kreisklassisten DJK Rettenbach als Trainer wechselt.

Landesliga-Spielleiter Werner Mages verfolgt einen bislang wenig beachteten Ansatz zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs

Amberg
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Zur Person: Martin Weiß

  • Martin Weiß ist beim SV Schwarzhofen ein wichtiger Eckpfeiler.
  • Der 29-Jährige kickt seit elf Jahren in der Bezirksliga-Mannschaft der Blau-Weißen.
  • Seit Dezember 2019 fungiert Weiß auch als Vereinsvorsitzender.

 

 

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