21.09.2021 - 16:02 Uhr
SchwandorfSport

Thomas Kick baut Schwandorfer Sportpark um

Sammler gibt es viele, Objekte noch viel mehr: Briefmarken, Münzen, Bierdeckel. Thomas Kick steigt eine Nummer größer ein: „Ich bin quasi ein Sportpark-Unternehmer." Er kauft Hallen. Jetzt hat er in Schwandorf zugeschlagen.

Thomas Kick vor dem neu erworbenen Sportpark in Schwandorf mit der Tennishalle (links) und der Badmintonhalle (rechts hinten).
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

2017 hat Thomas Kick den Sportpark in Sulzbach-Rosenberg erworben: die Tennishalle, den Gastronomiebereich und die Hotelzimmer, die er zu Wohnungen hat umbauen lassen. 2020 kam ein Fitness-Studio dazu, im Gebäudekomplex integriert. Jetzt machte der staatlich geprüfte Tennislehrer den nächsten Schritt und hat den Sportpark in Schwandorf gekauft: die Tennishalle mit drei Plätzen, eine Badminton-Halle mit drei Plätzen, den Gastronomiebereich und drei Squashcourts. Die Badminton-Halle soll als Multifunktionshalle dienen, die drei Courts können getrennt werden. In einem Teil wird eine Kampfsportschule ihr Domizil finden, die zwei- bis dreimal die Woche Training anbietet. Anstelle von Badminton kann in der Halle aber auch Soccer gespielt werden: "Ich werde die Halle flexibel nutzen", sagt Kick.

Die Squash-Halle verfügt ebenfalls über drei Plätze, wobei Kick eine umbauen lässt, mit einer Hüpfburg mit Rutsche. "Dann kann ich auch etwas für Kinder anbieten, für Kindergeburtstage oder so. Die kann man stundenweise mieten", so Kick. Denn für den reinen Sportbetrieb im Squash würden zwei Courts reichen.

Mit Lichtautomaten

Die Dreifach-Tennishalle hat einen etwas älteren, roten Granulat-Boden. Drei bis vier Jahre hält er noch, sagt Kick, dann müsse er erneuert werden. Eine neue LED-Beleuchtung hat Kick installieren lassen, die künftig über Lichtautomaten gesteuert wird: Geld einwerfen, dann wird's hell. Die umliegenden Vereine aus Schwandorf, Wackersdorf und Maxhütte, die über keine eigene Halle verfügen, können nun bei ihm spielen – alles läuft über eine Online-Buchung. "Die Abos für den Winter sind fast alle schon abgeschlossen. Da bin ich ganz gut ausgelastet. Die zusätzlichen Spieler, die buchen wollen, können das online machen", erklärt Thomas Kick. Die vier Freiplätze, die sich hinter der Halle befinden, gehören nicht dazu, diese befinden sich im Besitz des TSV Schwandorf. Das Bistro hingegen schon, dieses werde zu den Hauptzeiten von 15 Uhr bis 21 Uhr geöffnet sein. "Ich habe es verpachtet, der Pächter hat aber keine spezielle Ausrichtung. Also kein Inder oder Grieche, sondern eine ganz normale Sportgaststätte mit kleiner Karte", sagt Kick. Rund 60 000 Euro investiert Kick in den Umbau für den Sportbetrieb.

Tennis-Schule am Gardasee

Thomas Kick hat 2019 seine Tennis-Schule "Breakpoint" in Kümmersbruck an Michael Horn abgegeben, er selbst beschäftigt keine Tennis-Trainer mehr. "Ich habe nur noch eine Schule am Gardasee, in Bardolino habe ich eine Tennis-Anlage gepachtet. Dort habe ich vor Ort einen Trainer angestellt." Der 45-Jährige vermittle nur noch Trainer, mehr nicht. "Für mich ist es wichtig, dass die Leute in Sulzbach-Rosenberg und in Schwandorf ein Sportangebot erhalten. In den vergangenen Jahren sind immer mehr Hallen geschlossen worden. In Burglengenfeld wurde die Halle abgerissen, dort sind Bauplätze entstanden", das habe die Tennishalle in Schwandorf "etwas aufgewertet."

Sein Angebot umfasst Tennis. Badminton, Squash und in Sulzbach-Rosenberg noch Kegeln. "Ich betreibe den Sportbetrieb, das heißt die Hallen", erklärt Kick. Rund 50 000 Euro hat er in Sulzbach-Rosenberg neben dem Kaufpreis für Umbauten investiert, unter anderem für eine neue LED-Beleuchtung. An weitere Expansionen denkt Kick momentan nicht: "Ich gebe mir drei Jahre, dann muss das laufen. Jetzt habe ich hier in Schwandorf erstmal eine Großbaustelle", sagt Kick.

Die offizielle Eröffnung ist für Montag, 27. September, geplant. Ab Samstag, 25 September, 14 Uhr können die Plätze schon gebucht werden. die Abos starten am Montag. "Die Resonanz gerade im Tennisbereich war gut, für mich ist es wichtig, dass ich den Park erworben habe. Dann kann ich es so ausrichten, wie ich es mir vorstelle." Als Pächter sei er immer auf den Eigentümer angewiesen, ob dieser investiere. "In den letzten Jahren war in Schwandorf immer eine Fluktuation, teilweise war hier ein, zwei Jahre geschlossen. Es lief nicht so gut. Ich hoffe, dass es nun besser wird."

Sportpark Sulzbach-Rosenberg: Gesamtkomplex findet einen Käufer

Hintergrund:

Sport in der Halle

  • Sport in der Halle ist bei einer Inzidenz von 0 bis 35 uneingeschränkt möglich
  • Ab einer Inzidenz von über 35 gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet)
  • Hauptberufliche Trainer und Ehrenamtliche sind von der 3G-Regel ausgenommen, wenn sie ihrer Tätigkeit nachgehen
  • Begründung: Für Beschäftigte in Firmen gilt nicht die 3G-Regel, sondern die Arbeitsschutzverordnung und damit auch für hauptberufliche Trainer
  • Der BLSV (Bayerischer Landessportverband) dazu: "Das wurde auf die Ehrenamtlichen vom Bayerischen Gesundheitsministerium ausgedehnt, um den Vereinen entgegenzukommen", erklärt Thomas Fink, Leiter der BLSV-Geschäftsstelle in Regensburg
  • Betreiber von Sport- und Tennishallen sind verpflichtet: 1. Diejenigen Personen, die eine Halle betreten, über die 3G-Regel zu informieren, über die Homepage und/oder einen Aushang an den Hallentüren. 2. Stichprobenartige Kontrollen durchzuführen, ob die 3G-Regel eingehalten wird
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