26.04.2021 - 14:11 Uhr
RegensburgSport

SSV Jahn Regensburg: Reicht der Punkt gegen den HSV schon zum Klassenerhalt?

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Auf den ersten Blick wäre für den SSV Jahn Regensburg beim 1:1 gegen Hamburg mehr drin gewesen. Eine Analyse des Restprogramms im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga zeigt aber, wie wertvoll dieser Zähler im Saisonfinale werden kann.

Jahn-Kapitän Benedikt Gimber (Rückennummer 5) und Jan Elvedi (Nummer 33) eilen zum Torjubel in Richtung Andreas Albers (hinten, Mitte). Der Treffer des Dänen zum 1:0 gegen den HSV könnte im Kampf um den Klassenerhalt noch eminent wichtig werden.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Ein 1:1 gegen den Hamburger Sport-Verein klingt für den SSV Jahn Regensburg zunächst nach einem Erfolg. Auf der einen Seite der Zweitliga-Underdog aus der Oberpfalz mit den begrenzten Mitteln, auf der anderen Seite der Topfavorit für den Bundesliga-Aufstieg, der Unterhaus-Krösus. Im Nachgang der 90 hektischen, turbulenten Minuten vom Sonntag ist der neutrale Beobachter geneigt zu sagen, dass da für die Regensburger durchaus mehr drin gewesen wäre. "Wir haben einen Riesenaufwand betrieben, dazu kamen die vielen Spiele in letzter Zeit und die vielen Verletzten. Das war nicht einfach für uns, deshalb haben wir es schon gut gemacht. Trotzdem ärgert man sich, wenn man die drei Punkte in den letzten zehn Minuten noch verliert", sagte Jahn-Torwart Alexander Meyer zum verpassten Dreier und späten Ausgleich des HSV.

Corona-verzerrte Tabelle

Vor allem im ersten Durchgang hatten es die Hausherren versäumt, einen schwer in den Seilen hängenden Kontrahenten frühzeitig auszuknocken. "Vielleicht hatten wir zu sehr im Kopf, dass wir den Sieg verteidigen müssen. Nur zu verteidigen geht aber nicht. Der HSV hat auch eine gute zweite Halbzeit gespielt", merkte Andreas Albers, Torschütze des SSV Jahn zum 1:0, an. Und so schlagen die Oberpfälzer lediglich einen weiteren Zähler ihrem Punktekonto zu. Dort sind nun 35 Punkte und Platz 14 vermerkt, 5 Zähler vor Eintracht Braunschweig auf dem Abstiegsrelegationsrang. Die quarantänebedingten Nachholspiele verzerren das Tabellenbild der zweiten Liga etwas: So hat der SSV Jahn noch 4 Partien zu absolvieren, Sandhausen als 15. sogar noch 5, während Braunschweig nur noch 3 Spiele bleiben, um zu punkten.

"Der Punkt gegen den HSV kann am Ende noch entscheidend sein."

Alexander Meyer, Torwart des SSV Jahn Regensburg

Beim Blick auf das Restprogramm könnte es dem Anhang des SSV Jahn schon einmal mulmig im Magen grummeln: Drei Auswärtsspiele in Folge beim Fast-Meister VfL Bochum, bei Aufstiegsaspirant Holstein Kiel und beim heimstarken Mitkonkurrenten SV Sandhausen, ehe am letzten Spieltag mit dem FC St. Pauli die "Mannschaft der Stunde" in der Oberpfalz aufschlägt. "Unser Ziel ist immer noch, so schnell wie möglich die 40 Punkte zu erreichen. Dafür ist jeder Punkt wichtig. Wir haben in vielen Spielen gesehen, wie eng es zugeht. Der Punkt gegen den HSV kann am Ende noch entscheidend sein", rechnete Torwart Meyer vor, noch 5 Zähler aus den verbleibenden 4 Partien für den sicheren Ligaverbleib zu benötigen.

Braunschweig und Sandhausen mit schwerem Restprogramm

Angesichts der noch wartenden Gegner eine gewagte Rechnung. Doch mitunter müssen es gar nicht mal mehr 5 Punkte sein. Zum einen spielt Relegationsplatz-Inhaber Braunschweig noch in Düsseldorf und beim HSV. Sandhausen hat in seinen letzten 5 Partien mit 4 Auswärtsspielen in Fürth, Kiel, Heidenheim und Bochum ebenso noch richtige Kaliber vor der Brust. Insofern könnte sich Alexander Meyers Einschätzung vom "wertvollen" und "noch wichtigen Punktgewinn" gegen den HSV bewahrheiten und dem SSV Jahn die fünfte Zweitliga-Spielzeit in Folge bescheren.

Hier geht's zum Spielbericht SSV Jahn Regensburg - Hamburger SV

Regensburg
Hintergrund:

Das Restprogramm im Abstiegskampf der 2. Liga

  • 14. SSV Jahn Regensburg (30 Spiele/35 Punkte): Holstein Kiel (A), VfL Bochum (A), SV Sandhausen (A), FC St. Pauli (H)
  • 15. SV Sandhausen (29 Spiele/31 Punkte): Greuther Fürth (A), Holstein Kiel (A), 1. FC Heidenheim (A), Jahn Regensburg (H), VfL Bochum (A)
  • 16. Eintracht Braunschweig (31 Spiele/30 Punkte): Fortuna Düsseldorf (A), Würzburger Kickers (H), Hamburger SV (A)
  • 17. VfL Osnabrück (31 Spiele/27 Punkte): Würzburger Kickers (A), Hamburger SV (H), Erzgebirge Aue (A)
  • 18. Würzburger Kickers (31 Spiele/21 Punkte): VfL Osnabrück (H), Eintracht Braunschweig (A), SC Paderborn (H)

 

 

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