03.10.2020 - 21:50 Uhr
RegensburgSport

Rückkehrer Vrenezi: SSV Jahn mit Schwung eines Aufsteigers zum Sieg gegen KSC

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Erster Heimsieg. Der SSV Jahn ist mit fünf Punkten aus drei Spielen gut in die Zweitliga-Saison gestartet. Einer macht den Regensburgern Freude, den sie schon weggeschickt hatten.

Albion Vrenezi (rechts) freut sich mit seinem Teamkollegen vom SSV Jahn nach seiner Flanke über das entscheidende Tor gegen den KSC.
von Josef Maier Kontakt Profil

Andreas Albers macht das entscheidende Tor (44.), Torwart Alexander Meyer hält einen Elfmeter von Philipp Hofmann (52.) - es war eigentlich klar, wer die entscheidenden Spieler in dieser Partie waren. Die, die auch in den Statistiken ganz vorne auftauchen. Doch beim 1:0-Heimsieg des SSV Jahn Regensburg am Samstag gegen den Karlsruher SC gehörte die Aufmerksamkeit einem, den sie beim Oberpfälzer Zweitligisten nicht mehr so auf der Rechnung hatten. Albion Vrenezi legte nicht nur das entscheidende Tor auf, er wirbelte auch auf der rechten Seite, als wäre er schon lange in diesem Team zu Hause.

Bericht vom ersten Heimspiel des SSV Jahn

Regensburg

Dabei hatten sie ihn vor der Saison 2019/2020 ins Frankenland weggeschickt. "Albion hat viel Qualität, aber er hat sie hier nicht gezeigt", blickte Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic auf schlechtere Zeiten zurück. Also beschlossen sie in Regensburg, ihn in die dritte Liga zu den Würzburger Kickers auszuleihen. "Das war dort ein wichtiges Jahr für mich", sagte der Kosovare, der mit seinen Eltern als Dreijähriger nach Deutschland gekommen war, nach dem ersten Saisonsieg des Jahn. "Ich habe dort eigentlich immer gespielt", sagt er zu seiner Bilanz. 32 Spiele machte der seit Sonntag 27-Jährige für die Kickers, trug fünf Tore zum Aufstieg bei. Den Schwung der vergangenen Saison hat er mit nach Regensburg zurückgebracht. "Er weiß eigentlich selbst, dass er mehr kann, als er denkt." Allmählich setzt er das vom Trainer Verlangte um. Den Coach freut die Entwicklung: "Natürlich müsste er noch mehr Scorerpunkte machen, aber er rackert jetzt viel mehr, arbeitet auch defensiv sehr viel."

Mit Olli Hein bildete Vrenezi gegen Karlsruhe auf rechts eine flotte Seite. "Olli gibt mir immer Superkommandos", sagte der Rückkehrer. "Er bügelt aus, wenn ich mal falsch stehe." Gegen die Badener musste Hein für Vrenezi nicht viel wiedergutmachen. Überhaupt lieferten die Regensburger eine gute Leistung ab, die vom Kopfballtor von Albers kurz vor der Pause gekrönt wurde. Beim noch tor- und sieglosen KSC enttäuschte vor allem der auch von Bundesligisten umworbene Stürmer Philipp Hoffmann. Eng wurde es für den Jahn erst noch ein bisschen, als Benedikt Gimber zehn Minuten vor Schluss vom schwachen Schiedsrichter Lasse Koslowski die Gelb-Rote Karte sah. "Es war ein verdienter Sieg der Regensburger", musste auch KSC-Trainer Christian Eichner zugeben.

Vrenezi schwebt derweil auf Wolke sieben. "Ich hoffe, dass es weiter so läuft." In allen drei bisherigen Zweitliga-Spielen stand er in der Anfangself. Mit seinen Flügelläufen will er auch weiterhin für Verwirrung beim Gegner sorgen. Nur mit einem klappte es auch gegen den KSC nicht so ganz. Das Kopfballspiel ist nicht unbedingt das Ding von Vrenezi. Aber dafür ist ja Andreas Albers da.

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