21.04.2021 - 14:27 Uhr
Poppenreuth bei WaldershofSport

DFB-Stützpunkt in Poppenreuth darf wieder trainieren

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Fünfeinhalb Monate Pause haben ein Ende: Seit Montag dürfen die Nachwuchsfußballer am DFB-Stützpunkt Poppenreuth wieder trainieren. Auf das Trainerteam warten jetzt neue Herausforderungen.

Seit Montag dürfen die Nachwuchskicker des DFB-Stützpunktes Poppenreuth wieder trainieren. Nach fünfeinhalb Monaten Paus steht das Techniktraining mit entsprechendem Abstand im Fokus.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Vom Hotspot zum Ort der Hoffnung: Wegen des konstant niedrigen Inzidenzwerts unter 100 dürfen die Nachwuchsfußballer im Kreis Tirschenreuth wieder trainieren, auch wenn sie außerhalb des Landkreises wohnen. Ausschlaggebend ist immer der Ort des Trainingsgeländes. Am vergangenen Montag nahm daher auch der DFB-Stützpunkt in Poppenreuth unter der Leitung von Rainer Fachtan das Training wieder auf. Von Normalität kann aber nach über fünfeinhalb Monaten Zwangspause noch längst keine Rede sein. "Wir haben unsere Spieler in Fünfergruppe eingeteilt. Maximal dürfen sich 20 Spieler gleichzeitig auf dem Spielfeld befinden. Mit unseren beiden Plätzen in Poppenreuth bekommen wir das super hin", freut sich Fachtan über den Wiederbeginn mit den rund 40 Nachwuchsfußballern der Jahrgänge 2006 bis 2009.

Körperkontakt ist nach wie vor tabu, Zweikämpfe und Spielformen sind noch nicht wieder erlaubt, weswegen zunächst simple Passformen in Kleingruppen und mit entsprechendem Abstand auf dem Programm standen. "Die Jungs sind einfach froh, wieder kicken zu dürfen. Körperlich ist kaum eine Veränderung festzustellen, konditionell sind alle in einem guten Zustand. Aber ein gezieltes Fußballtraining lässt sich zu Hause einfach nicht simulieren", wissen Fachtan und seine Mitstreiter. Sieben Trainer kümmerten sich an verschiedenen Technik-Stationen in den einzelnen Gruppen um Passspiel sowie eine saubere Ballan- und mitnahme. Die Eltern brachten ihre Kinder, bereits in Trainingsmontur, einzeln zum Platz, warteten im Auto oder holten sie anschließend wieder ab. Kein Duschen, kein Small Talk. "Das kennen wir aber bereits aus dem ersten Re-Start im Herbst vergangenen Jahres", sagt Fachtan.

Das Training wird sich laut Fachtan künftig verändern, denn: "Wer seine Technik nicht kontinuierlich unter fachmännischer Anleitung schult, baut ab." Vor allem den 2020 ohnehin schon "unter erschwerten Bedingungen gesichteten" 2009er-Jahrgang hat Fachtan da im Blick. "Die kommen aus der E-Jugend vom Kleinfeld, haben nun kaum Spielpraxis in der D-Jugend auf dem 9-gegen-9-Kompakt-Spielfeld und wechseln quasi ohne Übergang aufs Großfeld der C-Jugend." Das sei früher zwar Standard gewesen, dennoch werde sich das Techniktraining nun weiter in die U15 verlagern, wo "normalerweise bereits mannschaftstaktische Abläufe im Vordergrund" stünden. Den jungen Fußballern dürfte dies egal sein: Hauptsache, sie dürfen endlich wieder kicken. Solange der Inzidenzwert ein verlässlicher Mitspieler bleibt.

 

 

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