22.09.2020 - 12:43 Uhr
PirkSport

Maximilian Zeus in den Schweizer Alpen: Krämpfe in den Bergen

Über 31 Kilometer durch die Schweizer Alpen sind kein Spaß. Diese Strecke auch noch so schnell wie möglich zu absolvieren, hatten Bergläufer aus aller Welt zum Ziel. Darunter Maximilian Zeus aus Pirk.

Was für ein Panorama: Maximilian Zeus quälte sich durch die Schweizer Alpen.

Nachdem im Sommer nahezu die komplette Berglaufsaison abgesagt werden musste, erreichte Maximilian Zeus (LG Telis Finanz Regensburg/Team Salomon) bei der 47. Austragung von Sierre Zinal den 17. Platz. Ursprünglich auch das Traditionsrennen im Schweizer Kanton Wallis abgesagt worden.

Jedoch entschied sich der Veranstalter kurzfristig, ein Eliterennen mit eingeladenen Athleten zu organisieren, das bis zum Tag des Rennens geheim bleiben sollte. Auch Zeus erfuhr erst vor knapp drei Wochen von der geplanten Austragung und entschied sich spontan zur Teilnahme. Im rennarmen Sommer bot sich für ihn erstmals die Möglichkeit, sich mit den besten Trailrunnern der Welt um Kilian Jornet, Remi Bonnet und Davide Magini zu messen. Eine Möglichkeit, die er sich trotz der für ihn ungewohnt langen Renndauer von knapp drei Stunden nicht nehmen lassen wollte.

Die Strecke des Bergklassikers verläuft von Sierre über 31 Kilometer (km) und 2200 Höhenmeter (hm) zum Bergort Zinal und bietet den Läufern dabei atemberaubende Blicke auf mehrere 4000er der Schweizer Alpen. Trotz des anspruchsvollen Streckenprofils wurde bereits kurz nach dem Start ein hohes Tempo angeschlagen, und die Spitzengruppe um Jornet passierte die Zwischenzeit in Chandolin nach 11 km und circa 1500 hm bereits nach 1:09:37 Stunden. Aufgrund der Streckenlänge entschied sich Zeus zunächst für ein geringeres Anfangstempo und erreichte Chandolin nach 1:15. Im weiteren Verlauf machte sich die hohe Belastung immer mehr bemerkbar, und er hatte bereits Anfang der zweiten Rennhälfte mit ersten Krämpfen zu kämpfen.

Daher vergrößerte sich sein Rückstand auf die Spitze. Zeus überquerte nach 3:01:51 Stunden als 17. die Ziellinie im Zentrum von Zinal. "Wahrscheinlich habe ich selten in einem Rennen so viel gelitten wie heute auf der zweiten Streckenhälfte. Das Ergebnis ist sicher nicht das, was ich mir gewünscht habe, aber die Erfahrungen werden mir in Zukunft sicher helfen, mich auch bei langen Bergrennen in Szene zu setzen", analysierte Zeus.

Es gewann erneut der Streckenrekordhalter Kilian Jornet, der sich in 2:33:15 mit knapp einer Minute Vorsprung gegen Remi Bonnet (2:34:17) und Davide Magnini (2:36:05) durchsetzte. Auch bei den Frauen siegte mit Maude Mathys die Streckenrekordhalterin, die nach 2:48:48 Stunden und mehr als 10 Minuten Vorsprung die Ziellinie überquerte - stilistisch ansehnlich im Handstand .

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