24.01.2021 - 17:57 Uhr
NürnbergSport

Deftige Schneeball-Klatsche für den 1. FC Nürnberg

Der 1. FC Nürnberg bleibt im Jahr 2021 weiter ohne Sieg. Im Heimspiel gegen Hannover 96 setzt es eine deutliche 2:5-Packung, Trainer Robert Klauß will von einer Krise aber noch nichts wissen.

Torwart Christian Mathenia sitzt enttäuscht im Nürnberger Schneetreiben. Der Club ging am Sonntag gegen Hannover 96 mit 2:5 unter.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Club-Kapitän Enrico Valentini riss sich die Handschuhe von den Händen (in Kombination mit kurzärmligen Trikots ein eher zweifelhafter Modetrend unter Fußballprofis), lieferte sich ein kurzes verbales Scharmützel mit der Hannoveraner Auswechselbank und pushte seine Mitspieler zur Aufholjagd. Dieser emotionale Appell kurz nach dem 1:2-Anschlusstreffer von Manuel Schäffler verpuffte aber genauso wirkungslos wie die taktische Marschroute von Club-Trainer Robert Klauß: Im 90-minütigen Schneetreiben im Max-Morlock-Stadion schlug das Leder gleich fünf Mal im Nürnberger Kasten von Torwart Christian Mathenia ein.

Der Routinier machte bei allen drei Gegentreffern im zweiten Durchgang nicht die allerbeste Figur. "Wir bekommen zu viele Gegentore aus der Distanz. Das ist megabitter für einen Torhüter, der ansonsten nicht viel zu tun hat", nahm Klauß seinen Schlussmann etwas in Schutz. Es klingt in der Tat höhnisch, wenn man dem Club als 2:5-Verlierer die bessere Spielanlage attestiert. Allerdings schafft es der FCN noch immer nicht, diese mitunter gefälligen Kombinationen in gefährliche Toraktionen umzuwandeln.

"Der letzte Pass oder die Flanken waren einfach zu unpräzise. Hannover war da viel effektiver", bilanzierte der Club-Coach richtigerweise die brotlose Spielkunst seiner Akteure. Anders die Gäste, die bei fast jedem Angriff gefährlich wurden und ihre Möglichkeiten konsequent nutzten. Dass darunter drei Standardtore waren (Marvin Ducksch per Elfmeter, Timo Hübers per Kopf nach einer Ecke und Florent Muslija per direktem Freistoß) lenkt das Augenmerk schnell auf die Achillesferse der Nürnberger: In der defensiven Abstimmung ruckelt es nach acht Gegentoren in den letzten beiden Spielen gewaltig.

In Kombination mit der Harmlosigkeit im Angriff (neben Schäffler traf nur noch Johannes Geis) müssten vor dem Derby am Mittwoch gegen Regensburg die Alarmglocken schrillen. "Ich mache mir keine Sorgen. Wir müssen wachsam sein und aus diesem Spiel lernen", wischte Klauß die Club-Sorgen aber beiseite wie die fleißigen Ordner den Schnee im Nürnberger Stadion.

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