05.10.2020 - 22:55 Uhr
NürnbergSport

3:2 in der Nachspielzeit: SV Darmstadt lässt 1. FC Nürnberg bittere Pille schlucken

Richtig bitter: In der dritten Minute der Nachspielzeit versenkt der SV Darmstadt 98 den Ball zum 3:2 gegen den 1. FC Nürnberg im Tor. Ein Spiel, das eigentlich Mut machen sollte.

Eben noch Torschütze zum wunderbaren 1:0 und nach etwas mehr als 90 Minuten der Unterlegene: Robin Hack ist am Boden zerstört.
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Eine Partie unter Flutlicht und endlich wieder Fangesänge: Wer den Fußball liebt, gerät da in Verzückung. Dann geht der 1. FC Nürnberg auch noch ganz flott in Führung mit einem sehenswerten Tor. Die maßgeschneiderte Flanke von Felix Lohkemper trifft punktgenau den heranfliegenden Robin Hack am Kopf (3.) Flugkopfballtore: Seit Anfang der 2000er mit Sasa Ciric gab es das gefühlt nicht mehr bei den Franken zu bejubeln.

Robin Hack (Mitte) jubelt mit seinen Kollegen Fabian Schleusener (links) und Tim Handwerker über seinen Treffer zum 1:0.

Darmstadt hat sehr viel Ballbesitz

Die schnelle Führung für den Club, doch wie reagiert Darmstadt? Die Hessen haben oft und viel den Ball, richtig gefährlich ist es zunächst aber nicht. Außer wenn sich der Club selbst in Verlegenheit bringt und wie die Lilien versucht, von hinten mit flachem Zuspiel heraus zu kombinieren. Das macht bei Ballverlusten anfällig in der heißen Zone. Doch Tobias Kempe nutzt Fabian Nürnbergers Patzer nicht (22.).

Vorab hatte Trainer Klauß zudem vor dem intelligenten Umschaltspiel der noch sieglosen Hessen gewarnt. Vor der Pause ist der Club zwar noch immer gefällig, doch die Lilien schnuppern vor allem mit dem Ex-Fürther Serdar Dursun (31., 43.) und Marvin Mehlem (34.) gefährlich am Ausgleich. Es geht hin und her, was es zum kurzweiligen Vergnügen macht.

Fünf Minuten später erneut die Führung

Im ersten Durchgang bleibt ein frecher Club in Erinnerung, der pfeilschnell über die Flügel kommt und auch mal die ungewohnte Lösung sucht. Nach der Pause macht sich der Club aber das Leben schwer, weil es ihm nicht gelingt, den Ball über einen längeren Zeitraum in den eigenen Reihen zu behalten. Da hat es sich angedeutet, dass Dursun irgendwann das glücklichere Ende im Zweikampf mit Torwart Christian Mathenia hat. Die Franken bekommen die Ball erneut nicht weg und Dursuns Hinterkopf belohnt die Hessen (56.).

Doch Überraschung: Diesmal lassen die Franken den Kopf nicht hängen. Es dauert gerade fünf Minuten, bis Lohkemper ins lange Lilien-Eck schlenzt. Ein schöner Ausgleich, der sich wiederum nicht angedeutet hat.

Doch was tut sich da wieder im eigenen Strafraum? Die FCN-Abwehr ist überfordert mit dem zweiten Nachschlag der Hessen: Vom Innenpfosten prallt der Flachschuss von Mehlem ins Tor (76.). Doch es kommt noch dicker an dem Abend: In der dritten Minute der Nachspielzeit landet der Ball noch einmal im Nürnberger Tor. Nicolai Rapp vermiest den Franken den eigentlich positiven Start in die Liga.

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