06.10.2020 - 17:10 Uhr
NürnbergSport

1. FC Nürnberg geht mit kritischem Blick in Länderspielpause

Der 1. FC Nürnberg war nah dran an der Tabellenführung. Doch stattdessen schickte der SV Darmstadt 98 die Franken unter die eiskalte Dusche. Nach dem 2:3 gegen die Lilien will FCN-Trainer Robert Klauß die Niederlage sachlich aufarbeiten.

"Es ist sehr ärgerlich, dass wir drei Tore in der Box kassiert haben", sagt Nürnbergs Trainer Robert Klauß nach dem 2:3 gegen den SV Darmstadt 98. Gerade das habe man in den vergangenen Partien besser verteidigt.
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Es hätte eine wunderbare Fußballgeschichte werden können: Felix Lohkemper, bei dem manch ein Kritiker schon bezweifelte, ob er im Clubtrikot noch einen Treffer machen würde, leitete mit seiner Flanke das frühe 1:0 ein, in der zweiten Halbzeit schlenzte der 25-Jährige den Ball selbst ins Tor. Es hätte die Tabellenführung für den Club bedeuten können.

Doch es kam anders: Der 1. FC Nürnberg unterliegt auf den letzten Drücker dem SV Darmstadt 98 am Montagabend mit 2:3. "Mir wäre ein Sieg ohne Stürmertor lieber gewesen als eine Niederlage mit Stürmertor", kommentierte Robert Klauß. Trotzdem lobte er den Auftritt seines Schützlings: "Ein Assist, ein Tor: Ich freue mich für ihn, denn er hat gezeigt, dass er auch in Richtung Tor gefährlich sein kann." Dass nun der Knoten geplatzt sei und "ich endlich getroffen habe", freute Lohkemper, doch ärgerte er sich über das dritte Darmstädter Tor. "Am Ende müssen wir das besser verteidigen und uns an der eigenen Nase packen."

Zum Spielbericht 1. FC Nürnberg gegen den SV Darmstadt 98

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Zur Wahrheit gehört, dass der Sieg der Darmstädter überhaupt nicht unverdient war. Das musste Klauß am Ende in Richtung seines Kollegen Markus Anfang auch anerkennen. Es seien eben nur einzelne Nadelstiche beziehungsweise Einzelmomente gewesen, die den Club zweimal in Führung brachten. Den Franken fehlte das kompromisslose Verteidigen, der kompromisslose Zweikampf.

"Es ist sehr ärgerlich, dass wir drei Tore in der Box kassiert haben", sagte Klauß. Zwei nach einem Standard, eines nach einer Flanke aus dem Spiel heraus. Gerade das habe man in den vergangenen Spielen besser verteidigt. Man habe sich viel mit taktischen Inhalten beschäftigt, da habe man vielleicht die Basics aus den Augen verloren. Daher will Klauß nun "sachlich aufarbeiten". Manche Dinge hätten eben auch geklappt. "Es gilt, kritisch zu bleiben. Ich werde nicht draufhauen." Der 35-Jährige sagt, man sei in einem Prozess. "Wir müssen weiterarbeiten."

Weiterarbeiten dürfen nach Aussage Klauß' vor allem die Spieler, die während der vergangenen drei Partien weniger berücksichtigt wurden. In der Länderspielpause empfängt der 1. FC Nürnberg an diesem Freitag den Jahn aus Regensburg. "Um so alle auf das gleiche Level zu holen und noch mehr Alternativen zu schaffen." Vielleicht ja auch für die Abwehr.

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