24.10.2020 - 13:45 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

Neustädter Basketballer ohne Acht in Würzburg

Update: Wegen eines Covid-Verdachts bei einem Spieler wurde die Begegnung der Neustädter Basketballer bei den Würzburg Tropics am Samstagvormittag kurzfristig abgesagt.

Von einem gut gefüllten Kader wie beim Derby gegen den ASV Cham kann Coach Stefan Merkl am Samstag in Würzburg nur träumen.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Das Basketballwochenende wird ein tristes. In der gesamten Oberpfalz findet nach dem ausgesetzten Spielbetrieb der bezirkseigenen Ligen nur ein einziges Spiel statt. Und daneben gehen nur die Neustädter Regiobasketballer auf Auswärtsreise. In den höherklassigen Ligen wird nach Entscheidung der Verbände weiter gespielt. Während das Bayernligaduell Schwandorf gegen Vilsbiburg 2 damit die einzige Begegnung auf Oberpfälzer Boden sein wird, ist als weiteres Team nur die DJK Neustadt/WN am Samstag in der 2. Regionalliga Nord im Einsatz. Sowohl der Gegner und Gastgeber TG Würzburg als auch die zuständigen Gesundheitsämter hatten grünes Licht gegeben. Noch am späten Freitagnachmittag liefen aber bei den Verantwortlichen der DJK-Basketballer lange Diskussionen. Das Ergebnis: Die DJK tritt an.

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Es wird keine angenehme Dienstreise. Neben der Coronalage ist auch die sportliche Ausgangssituation alles andere als rosig. Eigentlich versprechen Spiele gegen Dauergegner "Tropics" normalerweise immer Spannung. Doch das im Umbruch befindliche Team der Unterfranken hat zuletzt sein Gesicht verändert. In den noch nicht besonderes aussagekräftigen Statistiken der Liga belegt die TG drei vordere Plätze: bei den erzielten Punkten, den getroffenen Dreiern und den Fouls. Ein intensives Spiel scheint garantiert. "Würzburg ist sehr jung aufgestellt, mit vielen JBBL- und NBBL-Spielern", erzählt Coach Stefan Merkl. "Sie pressen viel. Ihre einzige Schwäche ist ‚auf Tief‘, aber ohne unsere Big-Men ist es schwer, das auszunützen. Wir sind mehr als schlecht aufgestellt."

So fehlen neben der kompletten Centerriege mit den verletzten Jonas Meißner und Lars Aßheuer (beide Knieverletzungen) mindestens weitere sechs Spieler aus verschiedenen Gründen. Die Sinnfrage einer solchen Auswärtsbegegnung stellt sich für Merkl trotz allem nicht. "Ich verspreche mir, was Zählbares betrifft, nicht viel davon. Es wird wohl eine Niederlage, aber wir spielen aus Freude am Spiel. Und die Jungs sind heiß drauf, auch zu Recht. Aber wir sind in der Aufstellung klar der Underdog." Das Spiel ist eben als ein Lebenszeichen des Oberpfälzer Basketballs in schwierigen Wochen zu sehen – nicht mehr und nicht weniger.

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