10.08.2020 - 17:49 Uhr
NeukirchenSport

Ein kleiner Stolperer kostet Domenika Mayer Silber

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Wenige Meter vor der Ziellinie wird die Läuferin aus Neukirchen bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig noch abgefangen. Nach 5000 Metern bei brütender Hitze fehlt ihr nur eine Winzigkeit zu Platz zwei.

Unmittelbar vor dem Ziel überholte Rabea Schöneborn (links) die Neukirchenerin Domenika Mayer und lief als Zweite über die Ziellinie.
von Autor MZIProfil

Bis kurz vor dem Ziel sah alles nach Silber aus. Ein leichtes Wegknicken auf den letzten Metern kostete Domenika Mayer bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig schließlich noch den zweiten Platz. Im Ziel hatte die 29-Jährige aus Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg, die für die LG Telis Finanz Regensburg startet, bei 16:19,00 Minuten die Winzigkeit von 43 Hundertselsekunden Rückstand auf Rabea Schöneborn (Berlin/16:18,57). Gold gewann Alina Reh (Ulm) in 16:08,33 Minuten.

Einen Podestplatz hatte sich Mayer zwar erhofft, aber nicht zwingend erwartet. Nachdem Titelaspirantin Konstanze Klosterhalfen auf einen Start in Braunschweig verzichtete, um sich für das Meeting in Monaco zu schonen, stiegen die Chancen der Neukirchenerin.

Denise Krebs (Leverkusen) galt als sichere Medaillengewinnerin, sie kam allerdings - wie viele andere auch - nicht mit den Temperaturen klar und fiel auf einen hinteren Rang zurück. Der Crossläuferin aus Neukirchen setzten die 37 Grad nicht so sehr zu. Obwohl man beim Warten auf den Start um 18 Uhr teilweise nicht mehr wusste, wie man sich Kühlung verschaffen sollte. "Wir haben uns ins Auto gesetzt und die Klimaanlage angeschaltet", so die 29-Jährige, die sich darüber freute, dass ihre beiden Kinder mit ins Stadion durften, weil sie noch unter sechs Jahre alt sind. Das Einzige, was sie zwischen Freude und "es hätte noch besser laufen können" schwanken lässt, war das Wegknicken des linken Fußes, das Rabea Schöneborn ausnutzte und ihr den zweiten Platz wegschnappte. Nach den Strapazen der vergangenen Wochen, als sie wegen hoher Temperaturen nur am Morgen und vormittags trainierte, um den Körper nicht auszulaugen, will sich Mayer nun die nächsten zwei Wochen erholen und mit den Kindern die Sonne im Schwimmbad genießen. Und das Wellensittich-Pärchen vermehrt betreuen, das sie sich als Belohnung für den Cross-Meistertitel in Sindelfingen zugelegt hatte. "Dabei bleibt es auch erst mal", sagt Mayer. Weitere Haustiere sollen erst mal nicht hinzu kommen. Bei ihren Erfolgen würde sich so auch bald ein ganzer Zoo ansammeln.

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