22.02.2021 - 16:43 Uhr
NabburgSport

Nabburger Fanclub-Chef in einer Reihe mit Lewandowski, Neuer und Rummenigge

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Bernd Hofmann führt mit Nabburg den größten Fanclub des FC Bayern weltweit. Jetzt ist er in einer Werbekampagne neben den größten Bayern-Spielern zu sehen. Und dafür zieht er etwas an, was er seit Jahrzehnten nicht mehr getragen hat.

Bernd Hofmann hat die Bild-Kombo schon ausgedruckt und gerahmt. Diese Fünferkette mit den vier Bayern-Stars Robert Lewandowski, Karl-Heinz Rummenigge, Serge Gnabry, Manuel Neuer und ihm (Zweiter von rechts) bekommt einen Ehrenplatz in seinem Nabburger Haus.
von Josef Maier Kontakt Profil

Was für eine Fünferkette! Weltfußballer Robert Lewandowski, Welttorhüter Manuel Neuer, Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, Stürmerstar Serge Gnabry und - Bernd Hofmann. Der Chef des Bayern-Fanclubs Nabburg ist mit den prominenten Fußballern Teil einer Werbe-Kampagne des Automobilherstellers Audi und des deutschen Rekordmeisters. "Dass die Bayern da an mich gedacht haben, ehrt mich natürlich wahnsinnig", blickt Hofmann auf den Tag Ende Januar an der Säbener Straße zurück. Der 71-Jährige hatte ein Fotoshooting in den Katakomben des berühmten Trainingsgeländes im Münchener Süden. "Das war echt einmalig", schwärmt der Fan ("Seit mehr als 50 Jahren") des frischgebackenen Klub-Weltmeisters.

"Game Changer" heißt die Kampagne des Ingolstädter Automobilherstellers, der gut acht Prozent an der FC Bayern München AG hält. Eine Imagekampagne, in der nicht nur Neuwagen des Autobauers beworben werden, sondern ein Lebensgefühl. Fünf Leute berichten darüber, wie ein bestimmtes Ereignis ihr Leben verändert, in eine andere Richtung gebracht hat. "Change" - verändern. Es geht um Schlüsselmomente im Leben. Lewandowski beispielsweise erzählt von dem Moment, als ihm bewusst wurde, dass Athletik genauso wichtig ist wie Technik. Auch Hofmann erinnert in dem Kurzinterview an den Moment, in dem er beschloss, einen Fanclub zu gründen und Fanarbeit zu leisten. Gekrönt wird die Kampagne von dem Bild der vier Weltstars mit dem Oberpfälzer.

Getroffen hat er die Stars beim Shooting an der Säbener Straße nicht. "Da ging ja schon wegen der strengen Coronamaßnahmen nicht", erzählt Hofmann. Der Zeitplan war eng getaktet. "Ich sollte um 15 Uhr da sein. Eine Viertelstunde war eingeplant, eine Dreiviertelstunde ist es geworden." Für das Fotoshooting holte er auch ein Teil aus seinem Schrank, das da schon länger lag - eine Fankutte. "Ach Gott, wie lange hatte ich die schon nicht mehr an", sinniert er. "30 Jahre bestimmt." Und dann geht der Blick weit zurück: "Mit der bin ich damals in der Südkurve im Olympiastadion groß geworden." Der 71-Jährige zieht gern mal ein Bayern-Trikot in der Arena oder bei den vielen Auswärtsfahrten an, aber die Kutte überlässt er lieber Hardcorefans. "Die Fotografen wollten aber, dass ich sie anziehe." Das Textilstück, von seiner Frau Vroni damals liebevoll mit Emblems und Stickern verziert, ist immer noch gut in Schuss. "Und vor allem passt sie mir auch wieder", grinst der Fanclub-Boss. Seit einigen Monaten walkt Hofmann tagtäglich rund um Nabburg, hat einiges abgenommen und schlüpfte locker in die Kutte von früher. In den Schrank zurück wandert sie nicht: "Die bekommt mein Enkel Alexander."

Auf Reisen mit dem Nabburger Fanclub

Nabburg

Außer jede Menge Spaß gab es für das Fotoshooting zunächst nichts. "Sie haben mich gefragt, was ich haben will." Hofmann musste nicht lange überlegen: "Ich mache das gerne, wenn ich helfen kann. Für mich ist das einfach eine große Ehre." Am nächsten Tag gab es dann doch noch einen Anruf von Audi und die Einladung zu einem Bayern-Spiel in die Audi-VIP-Lounge mit seiner Frau - wenn wieder Zuschauer erlaubt sind: "Und ich kriege auch noch ein Trikot von Thomas Müller mit Originalunterschrift." Seine Foto-Kollegen Neuer, Lewandowski, Gnabry und Rummenigge dürfte er dann auch kurz sehen.

Nabburger Bayernfans im Celtic Park

Dass es nicht vor Ort geklappt hat, versteht Hofmann voll und ganz. Karl-Heinz Rummenigge kennt er schon von dessen Besuch in Nabburg. Für Hofmann war es die größte Freude, dass die Bayern bei der Auswahl für das Fotoshooting an ihn gedacht haben: "Das ist auch eine Anerkennung für unsere Fanarbeit." Rund 200 Bilder wurden von Hofmann geschossen. Als der Regisseur auch noch etwas Action verlangte, bot Hofmann an, nach Herzenslust zu singen: Den "Stern des Südens" schmetterte der langjährige Sänger des Schwarzenfelder Buchtalchores an der Säbener Straße. Alle hatten ihren Spaß daran, doch eines hatten sie vergessen - aufs Knöpfchen zu drücken. Hofmann grinst: "Eine Aufnahme davon gibt's leider nicht."

Bernd Hofmann.

"Mit der bin ich damals in der Südkurve im Olympiastadion groß geworden."

Bernd Hofmann über seine Fankutte

Info:

Das ist Bernd Hofmann

  • Privat
    Geboren am 15. Juni 1949 in Schwarzenfeld. Seit der Heirat mit seiner Vroni 1973 wohnhaft in Nabburg; 3 Kinder.
  • Beruf
    Polizeibeamter (pensioniert 2009).
  • Bayern-Fanclub
    Gründung des Bayernfanclubs Nabburg/Oberpfalz 1991. Mittlerweile 5755 Mitglieder und damit der weltweit größte Bayern-Fanclub.

 

 

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