26.10.2020 - 16:32 Uhr
NabburgSport

Aufreger des Wochenendes: Torwart zerstört Elfmeterpunkt

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Er hat schon einiges auf den Fußballplätzen erlebt, sagt der Spielertrainer des TV Nabburg, Sven Seitz. Aber das, was am Sonntag im Spiel bei FT Eintracht Schwandorf abgegangen ist, grenze an absolute Respektlosigkeit.

Der Nabburger Spielertrainer Sven Seitz (rechts) überwindet den Torwart der FT Eintracht Schwandorf, Marco Steinbauer. Der TV Nabburg gewann das Nachholspiel deutlich mit 6:1 und ist damit Tabellenzweiter der Kreisliga West.
von Armin Eger Kontakt Profil

Mit 6:1 fertigte der TV Nabburg im Kreisligaspiel FT Eintracht Schwandorf ab. "Der frühe Führungstreffer in der 5. Minute durch Felix Scharf hat uns in die Karten gespielt", sagt der TV-Coach, der selbst dreimal getroffen hat (18./44./82.). Patrick Greindl (70.) und Philipp Fleischmann (79.) steuerten die weiteren Treffer zum souveränen Erfolg der Nabburger bei.

Schiedsrichter bedrängt

Während das Ergebnis natürlich sehr positiv sei, sei alles andere nicht so schön gewesen. Von Anfang an hätten die Schwandorfer den Schiedsrichter Miroslav Sedlacek bedrängt und jede seiner Entscheidungen infrage gestellt, blickt der Spielertrainer zurück. "Es war nur eine Frage der Zeit, wann von denen der erste runtergeht." Auch der Schwandorfer Coach hatte relativ früh schon Gelb gesehen.

In der 72. Minute eskalierte das Geschehen. Der Eintracht-Torwart Marco Steinbauer hatte sich nach einem Elfmeterpfiff beschwert und dafür Gelb gesehen. Als er auch noch den Elfmeterpunkt zerstört hatte, sah er Gelb-Rot. Den Schwandorfern Fabian Frimberger und Turgut Eraslan zeigte der Schiedsrichter ebenfalls nach Gelb noch Gelb-Rot. "Die haben den Schiedsrichter angegangen", erzählt Seitz. "Das war natürlich auch Frust über das Ergebnis. Die können froh sein, dass es keine glatten Roten Karten gab." Auch die Zurufe von außen seien "alle unter der Gürtellinie" gewesen. "Meist ist es ja so, dass man von solchen Aktionen mit hochgezogen wird. Aber meine Jungs sind ruhig geblieben, und wir haben dadurch das Spiel noch gerettet", freut sich der 31-Jährige.

Schweres Restprogramm

Wichtig für Seitz ist am Ende der Sieg. "OVI-Teunz ist als Tabellenführer natürlich weg, aber wir wollen jetzt möglichst viele Punkte sammeln und diesen zweiten Platz bis zum Schluss halten", sagt der TV-Spielertrainer, der die Nabburger erst im Juli übernommen hatte. "Wir spielen zwar nicht den schönsten Fußball, aber alle Spieler sind hoch motiviert. Das Restprogramm mit Rötz, OVI-Teunz und Wackersdorf ist nicht ohne. Wir sind zwar Aufsteiger, und eine Mannschaft, die keiner auf dem Schirm hatte, aber jetzt geben wir uns nicht mehr mit Platz drei oder vier zufrieden."

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