27.09.2019 - 11:34 Uhr
KirchendemenreuthSport

Elf Fragen an Simon Schönberger (TSV Kirchendemenreuth)

Simon Schönberger ist Stürmer beim Fußball-Kreisklassisten TSV Kirchendemenreuth. Allerdings jagt er nicht nur dem runden Leder nach.

Simon Schönberger ( TSV Kirchendemenreuth ).
von Franz SperlProfil

Die dritte Saison geht Simon Schönberger nunmehr für den TSV Kirchendemenreuth auf Torejagd. In der Vorsaison kam er immerhin auf 11 Treffer. Momentan hindert ihn ein Muskelfaserriss daran, ins gegnerische Tor zu treffen. Er hofft aber, dass er seinem Verein bald wieder im Kampf um den Klassenerhalt helfen kann.

Der in der Vorwoche erst 21 Jahre alt gewordene Offensivallrounder, wohnhaft in Neuhaus, begann seine fußballerische Laufbahn beim SV Wurz, in der C-Jugend wechselte er zur DJK Neustadt, die für ihre hervorragende Nachwuchsarbeit bekannt ist. Zum Saisonbeginn 2017/18 schloss er sich dann zusammen mit seinem Bruder Johannes den „Haberländern“ an. Für Schönberger, der ein Duales Studium an der FH Weiden und in der Steuerkanzlei Schedl absolviert, hat Fußball zwar Priorität, er engagiert sich aber auch beispielhaft in anderen Vereinen. So ist er nicht nur Jugendleiter bei den Pfadfindern, sondern auch noch Jugendwart bei der Freiwilligen Feuerwehr.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

Simon Schönberger: ... die größte Leidenschaft, seitdem ich laufen kann.

ONETZ: 2. Warum sind Sie bei der Sportart Fußball gelandet und nicht beim Schach?

Simon Schönberger: Wir haben einen eigenen Bolzplatz neben unserem Haus, dort spielte ich mit meinen Geschwistern und Kumpels bei jedem Wetter. Da mein Papa auch Fußballer war, ging es für mich jeden Sonntag schon im Maxi-Cosi nachmittags entweder nach Wurz auf den Fußballplatz oder halt dorthin, wo der SV Wurz gerade spielte. Ich bin praktisch auf dem Fußballplatz groß geworden.

ONETZ: 3. Gelbe Fußballschuhe sind für mich …

Simon Schönberger: ... kein Thema. Bis auf ein oder zwei Ausnahmen habe ich bisher nur mit schwarzen Lederschuhen gespielt.

ONETZ: 4. Ein Erlebnis in Ihrer Karriere, das Sie heute noch wurmt?

Simon Schönberger: Das ist zweifellos unser Relegationsspiel gegen die SG Etzenricht II/Luhe-Widenau II. Da hat der Schiri in entscheidenden Situationen immer gegen uns entschieden. So gab es einen mehr als zweifelhaften Elfer gegen uns, einen klaren für uns aber nicht. Zudem bekam ich in diesem Spiel zu Unrecht eine Rote Karte wegen Meckerns. Diese hat mich in ein schlechtes Licht gerückt.

ONETZ: 5. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor einem Spiel?

Simon Schönberger: Nachdem ich nach einem Spiel gegen den TSV Kastl in beiden Waden und zusätzlich auch noch im Oberschenkel einen Krampf bekommen habe, trinke ich seitdem vor dem Anpfiff einen Liter Wasser mit Magnesium.

ONETZ: 6. Was ist das Gesprächsthema im Auto bei einem Auswärtsspiel?

Simon Schönberger: Da wird zum einen über die Abende vorher gesprochen, vor allem wenn einer nicht so ganz frisch aussieht. Ich nenne hier aber keine Namen. Zum anderen ist natürlich auch der kommende Gegner ein Gesprächsthema. Da geht es dann darum, wie man diesen einschätzt oder wie die letzten Spiele gegen ihn gelaufen sind.

ONETZ: 7. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Simon Schönberger: Das ist wie bei vielen das erste Spiel im Herrenbereich. Bei mir war es in Kohlberg. Es ist schon ein tolles Gefühl, wenn man seinen Namen bei der Startaufstellung durch den Lautsprecher hört. Ich habe in diesem Spiel nach rund 20 Minuten das 1:0 für uns erzielt, dennoch haben wir noch mit 2:4 verloren.

ONETZ: 8. Welchen Zuruf von Zuschauern können Sie überhaupt nicht leiden?

Simon Schönberger: "Hau ihn um", geht für mich gar nicht. Ich finde zudem alle Beleidigungen sinnlos.

ONETZ: 9. Was trauen Sie Ihrem Verein heuer in der Kreisklasse zu?

Simon Schönberger: Wir haben einen extrem schlechten Start hingelegt. Das liegt daran, dass wir viele Verletzte zu beklagen haben, aber auch oftmals sehr unglücklich Punkte haben liegen lassen. Dennoch ist der Klasenerhalt möglich, wenn wir endlich den Bock umstoßen und der erste Dreier eingefahren wird. Das ist uns ja zum Glück letzten Sonntag gelungen.

ONETZ: 10. Am nächsten Sonntag geht es für Ihre Mannschaft zum TSV Reuth. Wie schätzen Sie Ihren Gegner ein?

Simon Schönberger: Die Reuther sind als Absteiger stark einzuschätzen, obwohl sie wichtige Spieler verloren haben. Sie sind trotzdem ein spielstarkes Team. Das Derby ist für uns auch ein besonderes Spiel, weil bei Reuth einige ehemalige Spieler von uns aktiv sind. Bisher haben wir gegen Reuth immer Punkte geholt und das soll sich auch am Sonntag nicht ändern.

ONETZ: 11. Was gefällt Ihnen an Ihrem Verein?

Simon Schönberger: Beim TSV Kirchendemenreuth geht es sehr familiär zu, manchmal auch etwas chaotisch, aber dennoch liebenswert. Wir haben trotz der derzeit schwierigen Situation sehr treue Zuschauer, da gibt es kaum mal einen Zuruf unter der Gürtellinie.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.