05.11.2020 - 14:01 Uhr
KemnathSport

Elf Fragen an Tobias Gradl (SVSW Kemnath)

In unserer wöchentlichen Rubrik verrät der spielende Co-Trainer des West-Kreisklassisten, was es mit seiner Rückennummer 17 auf sich hat und an welches Zehn-Tore-Spektakel er sich heute noch gern erinnert.

Tobias Gradl ( SVSW Kemnath )
von Franz SperlProfil

Tobias Gradl, ein gebürtiger Eschenbacher, begann seine fußballerische Laufbahn mit sechs Jahren beim dortigen SC. Jedoch nicht auf seiner heutigen Position, sondern als Torwart. Nach einigen Jahren ergab sich für ihn ein „Problem“: Mit dem Eintritt in die D-Junioren wurden die Tore auf einen Schlag größer, nur Tobias nicht. Somit hatte sich dies recht schnell erledigt. Auch heute hätte er mit seinen 1,75 Metern nicht gerade das Gardemaß für einen Keeper. Die nächste Station auf dem Platz war für den heute 28-Jährigen dann für viele Jahre das zentrale Mittelfeld, zumeist auf der „Zehner“-Position.

Für den SC Eschenbach absolvierte er dabei als 19-Jähriger auch 13 Einsätze in der Bezirksliga. 2013 wechselte er zum SVSW Kemnath, wo er vom damaligen Trainer Markus Sebald für die Außenverteidigerposition umgeschult wurde. Gradl gab nochmals ein kurzes Gastspiel bei seinem Heimatverein, von dem er im Juli 2019 erneut zum SVSW zurückkehrte. Beim West-Kreisklassisten agiert der Mediengestalter, der sich in seiner Freizeit gerne fithält und auch Reisen unternimmt, unter dem neuen Coach Björn Engelmann als Co-Trainer.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

Tobias Gradl: ... drei in einem: Hobby, Ausgleich und Leidenschaft.

ONETZ: 2. Warum sind Sie bei der Sportart Fußball gelandet und nicht beim Schach?

Tobias Gradl: Ich bin ein absoluter Mannschaftssportler. Die Gemeinschaft und der Zusammenhalt auf und neben dem Platz steht für mich über allem.

ONETZ: 3. Ein Erlebnis in Ihrer Karriere, das Ihnen heute noch stinkt?

Tobias Gradl: Da gibt es aufgrund unzähliger Verletzungen wohl einige „Erlebnisse“. Am meisten gestunken jedoch hat mir der Kreuzbandriss drei Tage vor dem 18. Geburtstag – somit war’s erstmal nichts mit Autofahren.

ONETZ: 4. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor einem Spiel?

Tobias Gradl: Der linke Stutzen sowie der linke Fußballschuh werden immer zuerst angezogen. Das begleitet mich seit meiner Kindheit und dementsprechend wurde das auch beibehalten.

ONETZ: 5. Ihre Rückennummer ist die 17. Warum?

Tobias Gradl: Das ist relativ simpel erklärt: Als ich damals zum SVSW kam, waren meine favorisierten Nummern 10 und 7 an verdiente und langjährige Spieler vergeben. So ergab sich für mich mit der 17 die perfekte Kombination.

ONETZ: 6. Welche Fußballregel würden Sie abschaffen?

Tobias Gradl: Den „falschen“ Einwurf. Wenn man sieht, wie teilweise in den obersten Ligen und höchsten Wettbewerben eingeworfen wird, dann kann man das auch gleich bleiben lassen.

ONETZ: 7. Die Anstoßzeit ist meistens sonntags am frühen Nachmittag. Ist da der Schweinebraten schon verdaut oder gibt‘s nichts vorher?

Tobias Gradl: Das Mittagessen am Spieltag fällt bei mir seit jeher aus. Ohne Roulade und Co. im Magen läuft sich's deutlich leichter.

ONETZ: 8. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Tobias Gradl: An einen verrückten 6:4-Sieg in Ebnath während der Kreisliga-Saison 2014/15. Wir lagen nach einer halben Stunde 0:2 zurück und drehten das Spiel innerhalb von 20 Minuten in eine 4:2-Führung. Kurz vor Schluss hatte Ebnath dann sogar die Chance, auf 5:5 zu stellen – doch sie verschossen den Elfmeter, und wir konnten den Deckel draufmachen.

ONETZ: 9. Mit welchem Vergehen haben Sie die Mannschaftskasse bereichert?

Tobias Gradl: Ich diskutiere gerne und oft mit Schiedsrichtern. Meist enden diese Gespräche in einer Spende für die Mannschaftskasse.

ONETZ: 10. Was trauen Sie Ihrem Verein heuer in der Kreisklasse zu?

Tobias Gradl: An erster Stelle steht für uns natürlich der Klassenerhalt. Und genau diesen trau ich uns absolut zu.

ONETZ: 11. Was gefällt Ihnen an Ihrem Verein?

Tobias Gradl: Das gesamte Umfeld, die Voraussetzungen und vor allem die Perspektive. Beim SVSW wird dir von sämtlichen Seiten der Rücken freigehalten. So können wir in Ruhe arbeiten.

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