07.07.2020 - 20:22 Uhr
HirschauSport

Kein Wort zum Sport: Johannes Pfab

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In unserer wöchentlichen Rubrik verrät der Fußballer, Sandboarder und Skilanglauf-Trainer aus Hirschau, warum er in der Schule ein anderer Mensch war – und in welche Nachspeise er sich reinlegen könnte.

Johannes Pfab beim Sandspirit am Monte Kaolino. Beim Skifahren ist der Hirschauer in seinem Element, egal ob auf Schnee, oder Sand, egal ob mit einem oder zwei Brettern unter den Füßen.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Fußball spielt Johannes Pfab, seitdem er fünf Jahre alt ist – mit Ausnahme einer Saison beim SV Raigering immer bei seinem Heimatverein TuS/WE Hirschau. Mit zehn, elf Jahren kam das Skilanglaufen beim SCMK Hirschau dazu. "Es hat aber gedauert, bis es gezündet hat", sagt der 29-Jährige, doch dann holte er eine Medaille nach der anderen: zigfacher Oberpfalzmeister und bayerischer Meister, dazu Podestplätze bei der "Deutschen", die Teilnahme am Conti-Cup und später an den Ski-Classics (Marathonrennen). Richtig gut Skifahren kann er auch auf dem Monte Kaolino, wurde Junioren-Weltmeister mit dem Sandboard und etliche Male Europameister mit den Sandskiern. Nach acht Jahren als Sportsoldat in Berchtesgaden ist Johannes Pfab seit April diesen Jahres hautamtlicher Skilanglauf-Trainer beim Skiclub Monte Kaolino Hirschau und studiert Sport- und Eventmanagement an der Fernuni Erding.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Johannes Pfab: IIch könnte mir schon vorstellen, für längere Zeit in Skandinavien zu leben, besonders in Schweden, dem Land der Skilangläufer mit seinen ewigen Weiten und der einzigartigen Natur. Aber mir gefällt es hier in der Oberpfalz schon auch sehr, sehr gut. Daheim ist es ist es halt doch am Schönsten.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Johannes Pfab: Ich bin sehr ehrgeizig und willensstark – und habe ein lösungsorientiertes Denken: Ich halte mich nicht allzu lange mit dem Problem auf, sondern bin sehr schnell schon einen Schritt weiter und suche eine Lösung.

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Johannes Pfab: Es gibt bestimmt eine Vielzahl an Fehlern, die ich gemacht habe, aber keinen, der gravierend war. Und auf persönliche Eigenschaften bezogen: Ehrgeiz kann schon auch hinderlich sein.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Johannes Pfab: Früher war ich absoluter Michael-Schumacher-Fan. Mir gefiel die Person an sich, sein Ehrgeiz, sein penibles Arbeiten für den Erfolg. Es gab keinen Sonntag, an dem wir nicht Formel 1 geschaut haben.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Johannes Pfab: Ich muss ganz ehrlich zugeben, ich war in der Schule immer brav. Meine Mama hat aber immer gesagt, "du hast von der Bushaltestelle bis zur Haustüre eine Verwandlung durchgemacht". Bei den Elternabenden hat sie den Lehrern nicht glauben können, dass ich an sich ein braver Kerl bin. Zu Hause war ich eher der Auftreiber, bei drei großen Schwestern vielleicht erklärbar. (lacht)

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Johannes Pfab: Mit dem Triathleten Jan Frodeno. Mich beeindruckt, was er in seinem Leben erreicht hat, was er aktuell noch macht.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Johannes Pfab: "Das schaffe ich sowieso nicht!" Das höre ich im Training relativ oft. Bevor man es nicht probiert hat zu sagen, man schafft es nicht, geht mir nicht ein. Weil man nichts zu verlieren hat, wenn man es versucht. Meistens funktioniert es dann trotzdem.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Johannes Pfab: Das ist lange her, genau weiß ich es nicht mehr. Ich habe es sicherlich in den Sport investiert, Skier, Stöcke oder Schuhe...

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Johannes Pfab: Wo ich mich reinlegen könnte, ist Schokokuchen mit warmem, flüssigem Kern. Den Backe ich auch gerne selbe. Das ist schon Wahnsinn, wenn der flüssige Kern aus dem Kuchen fließt...

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Johannes Pfab: Was immer läuft, ist Skilanglauf. Wenn ich weiß, dass das kommt, versuche ich alles so hinzudrehen, dass ich es anschauen kann. Was gar nicht geht, sind Rosamunde-Pilcher-Filme. Weil die absolut vorhersehbar sind und man nach fünf Minuten weiß, was am Ende passieren wird.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Johannes Pfab: Essen! Ich esse einfach brutal gerne. Und das am liebsten den ganzen Tag. Mittlerweile muss ich aber schon ein bisschen aufpassen, weil der Umfang des Trainings und der Durchsatz von Kalorien sind nicht mehr ganz so hoch ist wie früher. Es gibt nichts, was ich nicht mag. Außer warme Ananas.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Johannes Pfab: ...mit 14, 15 Jahren vielleicht den Schritt auf ein Sportinternat machen. Das hätte eventuell die ein oder andere Möglichkeit mehr gegeben. Aber grundsätzlich bereue ich nichts.

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