01.08.2021 - 14:59 Uhr
GebenbachSport

Kein guter Tag für die DJK Gebenbach

Schon vor der Partie in der Fußball-Bayernliga Nord gegen den ATSV Erlangen hatte DJK-Trainer Franz Koller auf die individuelle Qualität der Gäste hingewiesen – und genau die machte am Samstag den Unterschied.

Der Gebenbacher Torjäger Michael Jonczy ist restlos enttäuscht.
von Autor MREProfil

Der ATSV Erlangen kam als Favorit der Bayernliga Nord zur DJK Gebenbach – und genau so zeigte er sich auf dem Platz. Die individuelle Klasse der Gäste zeigte sich – unter anderem. Denn dazu kam, dass die DJK bei der 1:4-Niederlage keinen guten Tag erwischt hatte: „Die erste Halbzeit war ernüchternd, da haben wir es dem Gegner viel zu leicht gemacht. Erlangen hat uns fußballerisch jetzt nicht aus den Angeln gehoben, aber wir haben ihnen mit eigenen Fehlern geholfen. Auf dem Niveau ist das gegen eine Spitzenmannschaft mit dieser individuellen Klasse zu wenig.“

Zu den eigenen Fehlern gehörte unter anderem das Abwehrverhalten vor dem 0:1. Da konnte sich Nico Geyer nach einer Flanke von Philip Messingschlager in der Mitte davonstehlen und zum 0:1 einschieben (10.). In der Folge hatte Erlangen klar mehr Spielanteile hatte und war nach vorn gefährlicher als die DJK – wenn auch nicht so, dass man aus Gebenbacher Sicht ständig hätte Angst haben müssen. Die Gastgeber selbst kamen in der 23. Minute mal zu einer Annäherung ans Tor, der Schuss von Johannes Böhm war aber letztlich ungefährlich. Eher in die Kategorie Chance einzuordnen war der Kopfball von Moritz Fischer, der – wie so oft in dieser Partie über die rechte Gästeseite eingeleitet, aber von Michael Nitzbon entschärft werden konnte (30.). Machtlos war er hingegen zehn Minuten später, als seine Vorderleute erst den Ball im Aufbau verloren und sich dann von Moritz Fischer düpieren ließen, der von der Strafraumgrenze schön ins lange Eck zum 0:2 schlenzte (40.).

Nach dem Wiederanpfiff ging es dann aber immerhin gut los. Dominik Haller führte ihnen Freistoß schnell auf und schickte Nico Becker, der im Strafraum gefoult wurde – und Haller verwandelte den fälligen Strafstoß souverän zum 1:2 (53.). In der Folge drückte die DJK mehr und schnupperte so ein bisschen am Ausgleich – allein es fehlte halt das Tor. Und so kam dann wieder zusammen, was an dem Tag zusammengehörte: Fehler der DJK und individuelle Qualität beim ATSV. Nico Geyer zog aus gut 30 Metern einfach mal ab und der Ball trudelte ins Tor zum 1:3 (70.) – ein Treffer, der ebenso verteidigen zu gewesen wäre wie das 1:4, bei dem Sasa Vsnjic nach Durcheinander in der DJK-Abwehr in der Mitte völlig frei stand (87.). Wer weiß, was passiert wäre, hätte Andre Klahn in der 74. Minute seine Kopfballchance im Tor untergebracht – aber unabhängig davon: Es war nicht der Tag der DJK Gebenbach. „Nach dem Anschluss hat Erlangen eine Reaktion gezeigt, da hätten wir die Wende herbeiführen müssen“, fasste Koller zusammen. Das klappte am Ende aber nicht gegen einen Gegner, der sicherlich noch ganz andere Kaliber als die DJK Gebenbach schlagen wird. Und um gegen so ein Top-Team zu bestehen, braucht man halt einen richtig guten Tag. Und den hatte Gebenbach am Ende halt einfach nicht.

DJK Gebenbach: Nitzbon – Graml, Biermeier, Ceesay, Böhm (75. Scherm) – Freisinger, Haller, Fischer, Kohler (64. Klahn), Gorgiev (75. Hofmann) – Becker, Jonczy

ATSV Erlangen: Kraut – Tischler (46. Janz), Wolemann, Kleefeldt (68. Ort), Messingschlager – Geyer (77. Mandelkow), Fischer, Marx, Visnjic – Piller (83. Lawson), Civelek (88. Boakye)

Tore: 0:1 (10.) Nico Geyer, 0:2 (40.) Moritz Fischer, 1:2 (53. , Foulelfmeter) Dominik Haller, 1:3 (70.) Nico Geyer, 1:4 (87.) Sasa Visnjic – SR: Christopher Knauer – Zuschauer: 300

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