10.12.2020 - 20:22 Uhr
FlossenbürgSport

Mit Emma in der Weihnachtsbäckerei

Eric Frenzel hat im Corona-Winter weniger Wettbewerbe in der Nordischen Kombination zu absolvieren. Dennoch ist der Weltcup-Starter aus Flossenbürg sehr gefragt ...

Eric Frenzel auf der gewalzten Piste. Aber auch zu Hause ist er gefragt.

Paaaaappaaa, Du machst das falsch, die dreieckigen Kekse werden mit Aprikosenmarmelade gefüllt, die runden mit Himbeergelee, nicht umgekehrt" - sämtliche Beschwichtigungsversuche meinerseits gegenüber meiner dreijährigen Tochter Emma schlagen fehl. Auch die Argumentation, dass es doch schön wäre, alle Keksformate mit allen zu Verfügung stehenden Gelees und Marmeladen zu kombinieren, was für einen Kombinierer wie mich auf der Hand liegt. Ich füge mich nach zehnminütiger Diskussion, nachdem ich merke, dass immer logischere Begründungen meinerseits zu mehr Widerstand und Rigorosität bei Emma führen. Nach der Beilegung des kurzzeitigen Dissenses sticht Emma weiter mit Inbrunst und dem Gefühl, in den wichtigen Diskussionen weiterhin im Hause die Oberhand behalten zu haben, die Plätzchen aus, während ich treu die Füllungen der Kekse so vornehme wie der kleine Sonnenschein das vorgegeben hat.

Ja, Backen in Flossenbürg statt Springen in Lillehammer. Kaum war der Weltcup gestartet, ist er auch schon in seiner ersten Corona-bedingten Pause. Angesichts der Pandemie und ihrer Entwicklung in ganz Europa haben die Veranstalter in Lillehammer die Reißleine gezogen und den Weltcup abgesagt.

Daher steht nun neben den vorweihnachtlichen Tätigkeiten wie Backen, Putzen und Weihnachtseinkäufe tätigen vor allem das Training in der Heimat auf der Agenda: das können Krafttrainingseinheiten in Oberwiesenthal am Stützpunkt sein, aber auch in der Regel zweistündige Langlaufprogramme in den Loipen rund um Flossenbürg, bevorzugt natürlich am Skilanglaufzentrum Silberhütte, wenn die Rahmenbedingungen es zulassen.

Eric Frenzel und seine Ziele über 2020 hinaus

St. Ötzen bei Flossenbürg

Es läuft rund zum Saisonbeginn und ich freue mich auf die nächsten Sprungeinheiten, die ich am kommenden Wochenende in Oberstdorf absolvieren werde. Angesichts des Umstands, dass dort in wenigen Wochen die Heimweltmeisterschaft stattfindet, ist es aus unserer Sicht natürlich nur gut, als Gastgeber im Vorfeld des Ereignisses so viele Stunden wie möglich auf der WM-Schanze zu sein.

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