19.06.2020 - 17:30 Uhr
EtzenrichtSport

Andreas Wendl übernimmt sofort beim SV Etzenricht

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Der Fußball-Bezirksligist zieht den eigentlich zu Beginn der Saison 2020/21 angedachten Trainerwechsel von Rüdiger Fuhrmann zu Andreas Wendl vor. Sehr zum Missfallen des abgebenden Ligakonkurrenten aus dem Kreis Amberg-Sulzbach.

Der bisherige Kastler Spielertrainer Andreas Wendl (links) macht den Abflug zum SV Etzenricht.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Ein neuer Trainer und frischer Wind im Bezirksliga-Aufstiegskampf für den SV Etzenricht: Andreas Wendl übernimmt in der Coronapause das Traineramt von Rüdiger Fuhrmann. "Für uns war von Anfang an klar, dass wir diesen Wechsel wie geplant zum 1. Juli vollziehen wollen", sagte SVE-Vorsitzender Manfred Herrmann gegenüber Oberpfalz-Medien. Mit Fuhrmann hätte es daher auch "keine größeren Probleme" gegeben. Ob der bisherige Etzenrichter Coach seine neue Aufgabe beim Bayernligisten ASV Cham ebenso sofort übernehmen wird, soll sich nächste Woche entscheiden, wie Fuhrmann sagte. "Mit Andreas Wendl erhalten wir zudem einen Spielertrainer, der uns auch auf dem Platz weiterhelfen wird. Wir stehen zwar nicht unter Zugzwang, wollen aber schon noch etwas erreichen", merkte Herrmann mit Blick auf eine mögliche Landesliga-Rückkehr seines SV an. Aktuell liegt Etzenricht mit 38 Zählern in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen.

Der SV Etzenricht in der Coronapause

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Dagegen hat bei Wendls nun Ex-Verein große Tristesse Einzug gehalten. "Ich bin über diese ganze Entwicklung tief enttäuscht", ließ Norbert Bleisteiner, Vorsitzender beim TuS Kastl, tief blicken. Allerdings hätte sein Missfallen dieser Trainer-Rochade weder mit Wendl noch mit dem SV Etzenricht zu tun. Vielmehr hätten mehrere Kastler Spieler bereits angedeutet, den Verein nach Wendls Abgang ebenso verlassen zu wollen. "Der Bayerische Fußball-Verband hat, entgegen seiner ursprünglichen Aussage, diese Wechsel nun ermöglicht. Das ist höchst unfair und eine grobe Wettbewerbsverzerrung", schimpfte Bleisteiner. Obwohl "glücklicherweise" mit Michael Hufnagl ein bisheriger Co-Trainer das Traineramt nahtlos übernehmen könne, sieht Bleisteiner seinen Verein als "einen der großen Verliere der Coronapause". Der TuS werde jedoch keine rechtlichen Schritte einleiten, "wie es vielleicht größere Vereine gemacht hätten", und auch die abwanderungswilligen Spieler nicht sperren, obwohl er nach BFV-Vorgaben das Recht dazu hätte. "Was haben wir für einen Nutzen davon, die Spieler jetzt zu sperren? Das machen wir sonst auch nicht, und das ist auch nicht unsere Art." Durch den Trainer- und die Spielerabgänge sieht Bleisteiner "alle Chancen auf den Klassenerhalt über den Haufen geworfen".

SV Etzenricht: Andreas Wendl wird Nachfolger von Rüdiger Fuhrmann

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