22.06.2021 - 14:50 Uhr
BayernSport

Teilerfolg für Bayerns Amateurfußball: 100 Fans auf Stehplätzen erlaubt

Es geht voran, zufrieden ist der Bayerische Fußballverband aber noch nicht. Ab sofort sind wieder Fans auf Stehplätzen zugelassen. BFV-Präsident Rainer Koch ist trotzdem verärgert. Die Verordnung verkenne die Realität.

Zuschauer verfolgen eine Bezirksliga-Partie des FC Amberg. Immerhin 100 Stehplätze sollen in der kommenden Amateurfußball-Saison besetzt werden dürfen. Dem BFV reicht das nicht.
von Externer BeitragProfil

Ein Teilerfolg für den bayerischen Amateurfußball: Die Bayerische Staatsregierung hat am Dienstag die geforderten Nachbesserungen beschlossen und das vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) kritisierte Stehplatz-Verbot auf den Amateur-Fußballplätzen im Freistaat aufgehoben. Demnach ist es ab sofort erlaubt, dass maximal 100 Besucher mit Mindestabstand auf Stehplätzen Fußballspiele mitverfolgen können, schreibt der BFV. Insgesamt bleibt die Gesamt-Zuschauerzahl aber auf 500 begrenzt – dabei müssen Sitzplätze auch fortan zugewiesen und die Personendaten zur Kontaktnachverfolgung erfasst werden.

Zufrieden sind sie mit den Zugeständnissen beim BFV noch nicht. „Es bleibt weiter mühsam und nicht wirklich nachvollziehbar. Wir haben in den vergangenen Wochen seit Inkrafttreten des Stehplatz-Verbotes wiederholt Gespräche mit Ministerpräsident Markus Söder, dem für den Sport zuständigen Innenminister Joachim Herrmann sowie Gesundheitsminister Klaus Holetschek geführt und dabei klar zum Ausdruck gebracht, dass die Verordnung an der Realität vorbeigeht", sagt BFV-Präsident Rainer Koch: „Die meisten Amateur-Fußballplätze bei uns in Bayern haben gar keine Sitzplatz-Tribünen, so dass hier Zuschauer praktisch ausgeschlossen waren." Das könne nicht im Sinne der Vereine sein, zumal die Sportplätze weitläufig und damit groß genug seien.

Der BFV fordert auch weiterhin eine Gleichbehandlung und kritisiert die Regeln: Während die Verordnung nach wie vor in Gebäuden 1000 Zuschauer auf Stehplätzen erlaube, bleibe es draußen, wo das Infektionsrisiko nachgewiesen äußerst gering sei, bei einer Begrenzung auf 500 Besucher. „Dieser Umstand ist schlicht nicht nachvollziehbar und lässt sich auch nicht erklären“, sagt Koch: „Mit der jetzt geltenden Steh- und Sitzplatz-Regel ist den meisten Vereinen, die sich aktuell auf die neue Saison vorbereiten und vorwiegend Testspiele bestreiten, zunächst geholfen. Das darf aber kein Dauerzustand bleiben."

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