23.02.2020 - 23:05 Uhr
BayernSport

Der FC Bayern und die Personalie Flick: Lasst den Hansi nicht so lange zappeln

Warum kriegt Hansi Flick noch keinen länger dotierten Vertrag? Vor den Chelsea-Spielen hätte das auch ein bisschen Klarheit gebracht. Das Zögern der Bayern-Verantwortlichen ist nicht zu verstehen, meint unser Sportredakteur Josef Maier.

Ein nachdenklicher Hansi Flick.
von Josef Maier Kontakt Profil
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Er kann auch Dusel: Das 3:2 der Bayern am Freitagabend gegen Schlusslicht Paderborn war ein Gewürge. Nüchtern betrachtet hübscht dieser Dreier die Bilanz von Hansi Flick nach 17 Pflichtspielen aber weiter auf: 14 Siege, 1 Remis, 2 Niederlagen, bei denen die Bayern den Gegner auch total beherrschten. Das sind Zahlen eines Erfolgstrainers.

Dennoch ist Flick weiter der Häppchen-Trainer. Erst gab es nach der Kovac-Entlassung Anfang November den Auftrag bis zur Winterpause. Jetzt reicht das Arbeitspapier immer noch nur bis Juni. Großes Vertrauen sieht anders aus. Großes Vertrauen zeigt sich in dieser Branche nebst Gehalt auch in Vertragslaufzeiten. Die Bayern mögen noch die anstehenden Achtelfinalspiele gegen Chelsea abwarten wollen, ein richtiges und wichtiges Zeichen wäre es gewesen, mit Flick vorher zu verlängern.

Aber der Rekordmeister will sich wohl immer noch andere Optionen offenhalten. Warum eigentlich? Die Münchener sollten den Hansi länger machen lassen. Der Heidelberger hat eine gute Beziehung zu den Spielern, ebenso zu den Fans. Er ist absolut geerdet. Sein wohl größtes Problem: Er hat einen normalen Namen.In München muss es ja immer ein großer Name sein und ein klangvoller dazu: Louis van Gaal, Carlo Ancelotti, Pep Guardiola - das klingt nach Internationalität, nach großer Show, nach einem Global Player.

Vielleicht sollten sie sich bei den Bayern überlegen, mit wem sie in den letzten Jahren am glücklichsten waren - mit Jupp Heynckes. Ein Typ wie Flick. Und der Hansi hat in der zweiten Reihe auch viel gelernt. Zudem war er am wichtigsten Erfolg des deutschen Fußballs in den vergangenen Jahren maßgeblich beteiligt, als Co-Trainer des Weltmeister-Teams 2014. Also, wenn das kein Großer ist.

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