09.07.2020 - 17:47 Uhr
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Ammerthals Ex-Trainer: "Es war abzusehen, dass die Spieler gehen"

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Dominik Haußner erzählt, warum er sich über das Aus beim Fußball-Bayernligisten DJK Ammerthal wunderte, welche Folgen die Entscheidung des Vereins hat, und warum das Gespräch über eine Vertragsverlängerung schnell beendet war.

Am 30. Juni lief der Vertrag von Dominik Haußner als Trainer bei der DJK Ammerthal aus.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Im ersten Moment war er überrascht. Und enttäuscht. Die Entscheidung der DJK Ammerthal, seinen Vertrag nicht zu verlängern, empfand Dominik Haußner damals im März als "Sauerei". Mit ein paar Monaten Abstand spricht der ehemalige Trainer des Fußball-Bayernligisten ohne großen Groll über seinen Abschied aus der Oberpfalz und den damit verbundenen Weggang der Neumarkter Spieler Bernhard Neumayer, Christian Schrödl, Jonas Grunner, Philipp Stephan, Ferdinand Buchner und Christoph Bellmann.

Vor Beginn der Saison, die derzeit wegen der Corona-Pandemie unterbrochen ist, "mussten wir den Kader neu aufstellen, weil einige Spieler den Verein verlassen hatten. Die Idee war, die Jungs, die ich vom ASV Neumarkt kannte, zu holen", erzählt Haußner. Zusammen mit Sportdirektor Tobias Rösl und den Spielern sei ein Zwei-Jahres-Plan besprochen gewesen, wenngleich sein Vertrag nur noch ein Jahr lief. Haußner: "Mündlich war besprochen, dass es über das eine Jahr hinaus gehen sollte."

Nach einer bis dahin starken Saison und Platz fünf in der Bayernliga Nord habe Haußner im November darauf gewartet, dass der Verein auf ihn zukommt, um die Zukunft zu besprechen. "Das ist bis zum 7. oder 8. März nicht passiert", erinnert sich der 41-Jährige, der noch keinen neuen Verein hat. Als dann miteinander gesprochen wurde, war das Thema schnell beendet. "Gleich im ersten Satz sagte Tobi Rösl, dass sich der Verein verändern und den Vertrag nicht verlängern wolle. Wenn das der erste Satz ist, brauchen wir nicht weiter debattieren."

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Warum beim Verein ein Umdenken eingesetzt hatte, kann Haußner nicht erklären. Zwar habe es im Herbst unterschiedliche Meinungen gegeben, wie es sportlich weitergehen solle, ab und zu seien auch finanzielle Aspekte Thema gewesen. "Ich finde aber, dass wir das immer gut besprochen haben." Natürlich sei es legitim, dass der Verein sage, am 30. Juni endet der Vertrag, und man wolle künftig auf regionale Spieler und einen regionalen Trainer setzen. "Schlecht war halt in diesem Bezug, dass man sich im Sommer noch so geeinigt hatte, auch mit den Spielern, die jetzt alle weggegangen sind, dass man es auf zwei Jahre auslegt."

Auf den Weggang der Spieler habe er keinen Einfluss gehabt ("die sind alle alt genug und entscheiden für sich selbst"), abzusehen sei dies allerdings schon gewesen. "Wenn sie bei den Vertragsgesprächen sagen, wir kommen, wenn der Haußner Trainer ist. Dann kann ich mir als Verein ausmalen, was passiert, wenn der Trainer geht."

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