30.03.2021 - 16:53 Uhr
AmbergSport

Kommentar: Der Bayerische Fußball-Verband muss die Saison abbrechen

Wie lange werden die bayerischen Amateurfußballer noch vertröstet? Es gibt von Seiten der Politik keinerlei Anzeichen für Lockerungen. Ewig warten macht damit keinen Sinn mehr, meint Sportredakteur Reiner Fröhlich.

Der Ball ruht und wird vermutlich in der Mammutsaison 2019/20 nicht mehr bewegt werden.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil
Kommentar

Gebetsmühlenartig verkündeten die Funktionäre des Bayerischen Fußball-Verbandes in all den Online-Konferenzen der vergangenen Wochen nur eines: Nämlich dass die Saison 2019/20 fortgesetzt werden soll. Nach dem Motto: Was einmal beschlossen wurde, das gilt. Die Realität wird ausgeblendet. In der listet das Robert-Koch-Institut aber täglich steigende Coronazahlen auf. Passend dazu verkündet die Politik immer schärfer werdende Warnungen und Maßnahmen.

Aber nicht nur die ignorieren die BFV-Funktionäre. Denn zahlreiche bayerische Amateurfußballer und -vereine sind es leid, immer und immer wieder vertröstet zu werden. Der Verband kann aber nichts festlegen. Die Politik bestimmt, ab wann der Ball rollt. Anstatt die Konsequenz aus dieser Entscheidungs-Hierarchie zu ziehen und die Saison abzubrechen, weigert sich der BFV. Noch. Und gibt den Vereinen, die einen Abbruch wollen, zu verstehen, dass sie ja nicht klagen dürfen, falls es zu einem Abbruch käme. Hier scheint dem Verband eine rechtliche Absicherung wichtiger zu sein als das Wohl der Vereine und der Spieler.

Nun nennt der BFV endlich ein Datum – schiebt aber alles wieder hinaus: Wenn spätestens ab 3. Mai kein Trainingsbetrieb möglich sei, so heißt es, müsse über einen Abbruch entschieden werden. Davor sollen alle Vereine ihre Meinung kundtun. Erneut vertane Zeit, anstatt klipp und klar zu sagen: Fußball kann in der Saison 2019/20 nicht mehr gespielt werden!

Fußballvereine aus der Region votieren überdeutlich für einen Saisonabbruch

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