30.10.2020 - 17:30 Uhr
AmbergSport

Eishockey: ERSC Amberg hat Zweifel an Fortsetzung der Bayernliga-Saison

Diesen Artikel lesen Sie mit
Was ist OnetzPlus?

In der Theorie soll die Saison im Eishockey ab 5. Dezember fortgesetzt werden. Nach dem Lockdown. In der Praxis, so sagt Mustafa Sugle, der Vorsitzende des ERSC Amberg, sieht das ganz anders aus.

Die Sitzplätze bleiben leer, die Stehplätze auch - das Eis bleibt. Zumindest bis Mitte November.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Die Unterbrechung der Eishockey-Saison in der Bayernliga bereitet Mustafa Sugle Kopfschmerzen. Der Vorsitzende des ERSC Amberg ist am Überlegen, wie eventuell ab dem 5. Dezember der Spielbetrieb fortgesetzt werden kann. "Da bürdet man den Vereinen schon einiges auf. Die Spieler trainieren null, und dann sollen sie sofort ins Spielgeschehen einsteigen. Das ist nicht in Ordnung." Solch ein Szenario führe auch nicht mehr zu "richtigen Ergebnissen". Zu viele Spiele werden abgesagt, wann diese nachgeholt werden sollten, sei ja völlig offen. Denn auch die beiden letzten Partien des ERSC vor dem Lockdown, das Spiel am Freitag beim ESC Dorfen, und die Heimbegegnung gegen EA Schongau am Sonntag, 1. November, wurden abgesetzt. "Nach erneuten und intensiven Besprechungen haben sich die Verantwortlichen der Eispiraten mit Absprache der Mannschaft und dem Trainer dazu entschieden das Heimspiel gegen den ERSC Amberg sowie das Auswärtsspiel am Sonntag in Königsbrunn abzusagen. Der Grund dafür sind die täglich stark steigenden Infektionszahlen. Für den ESC Dorfen steht die Gesundheit aller Beteiligten im Vordergrund", hieß es auf der Homepage der Eispiraten.

Einfach sagen, wir setzen jetzt aus, und im Dezember wird alles gut – das kann es nicht sein.

Mustafa Sugle, Vorsitzender des ERSC Amberg

Mustafa Sugle, Vorsitzender des ERSC Amberg

Alles hängt in der Luft

"Wenn die Corona-Lage so bleibt, dann macht es keinen Sinn mehr. Uns auf Stand-by zu lassen, ohne dass wir planen können, das funktioniert nicht." Sugle nannte nur als Beispiel das Busunternehmen, mit dem der ERSC zu seinen Auswärtsspielen nach Dorfen, Schongau, Kempten, Buchloe und so weiter fährt, hänge ja auch in der Luft. "Geht es im Dezember tatsächlich weiter oder nicht?"

Der Schaden liege jetzt bei den Vereinen, und es sei nicht absehbar, wie hoch dieser noch ausfallen werde. Sule übt deswegen massive Kritik am Bayerischen Eissportverband. "Einfach sagen, wir setzen jetzt aus, und im Dezember wird alles gut - das kann es nicht sein. Das sehen jetzt mittlerweile einige Vereine so. Da wird sich etwas formieren", erklärte der Amberger Eishockey-Chef. Es sei ja auch finanziell ein "Harakiri" für alle Beteiligten: "Keine oder kaum Zuschauer in der Halle. Viele habe Catering, an dem sie sonst gut verdienen. Das fällt alles weg."

Eis bleibt bis Mitte November

Eine Sorge hat der ERSC-Vorsitzende zumindest weniger: Oberbürgermeister Michael Cerny habe ihm mitgeteilt, dass sich die Stadt Amberg vorstellen könne, das Eisstadion auf niedrigem Energieniveau geschlossen zu lassen. Das bedeutet, das Eis bleibt und wird nicht abgetaut. Zumindest bis Mitte November, bis von der Bundesregierung und bayerischen Staatsregierung neue Beschlüsse kommen könnten.

Eishockey: Beide Spiele des ERSC Amberg abgesagt

Amberg
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.