24.08.2020 - 17:32 Uhr
AmbergSport

Ein Bayern-Fan in Lissabon: Erst Jesus, dann das Finale

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Josef "Sepp" Finster ist nicht nur der Präsident des FC-Bayern-München-Fanclubs "Die Kaisertreuen", er lebt auch für den deutschen Rekordmeister. Sonst wäre er wohl nicht auf diese verrückte Idee gekommen ...

Josef "Sepp" Finster in Lissabon.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Champions-League-Finale in Lissabon – und der Finster Sepp muss dabei sein. Nicht direkt wie sonst bei den Spielen des FC Bayern München, sondern außerhalb wegen Corona. Ein Drei-Tages-Trip mit Lebensgefährtin Regina Freitag. Samstag hin, Montag zurück. Ein Interview mit dem "Präsidente".

ONETZ: Wie kommt man auf die Idee, zum Champions-League-Finale nach Lissabon zu fliegen, wenn dort keine Zuschauer erlaubt sind?

Sepp Finster: Ich war von dem ganzen Corona-Zeugs genervt, außerdem hatte ich Geburtstag. Da war klar: Da fliegen wir hin.

ONETZ: Auch wenn Sie wussten, Sie kommen nicht ins Stadion?

Sepp Finster: Freilich. Dort war Party, die Uefa hat auf einem großen Platz in der Nähe des Stadions einen Riesen-Pokal aufgebaut.

ONETZ: Wann war denn Ihr Geburtstag?

Sepp Finster: Am Samstag, 22. August. Ich bin 54 Jahre alt geworden.

ONETZ: Wann sind Sie geflogen?

Sepp Finster: Am Samstag, an meinem Geburtstag. Erst von München nach Amsterdam, und von da nach Lissabon.

ONETZ: Wer war denn noch alles dort auf dem Platz?

Sepp Finster: Wir waren zu zweit aus Vilseck. Aus Büchelkühn war auch jemand da, aus Schwaben und Franken sind ein paar Bayern-Fans gekommen. Und einige Franzosen. Aber alles sehr überschaubar.

ONETZ: Wo haben Sie dann das Spiel gesehen?

Sepp Finster: Rund um den Platz waren die Restaurants geöffnet und da wurde das Spiel im Fernseher übertragen. Da war schon mehr los.

ONETZ: Was hat der Spaß gekostet?

Sepp Finster: 350 Euro, Flug und Hotel zusammen.

ONETZ: Das war es wert?

Sepp Finster: Auf jeden Fall. In Vilseck wäre es langweilig gewesen. Zwei Stunden Fußball, und dann kannst du heimgehen. In Lissabon war schon mehr los. Wenn das Triple ansteht, dann musst du hinfliegen. Sonst bist du kein Fan. Bis Mitternacht war Party, aber mit Maske. Im Restaurant nicht, aber auf der Straße mussten wir eine aufsetzen.

ONETZ: Sie sind ja prominent geworden, der Fernsehsender Sky hat ein kleines Interview mit Ihnen gemacht ...

Sepp Finster: Ja, der Uli Köhler hat uns im Restaurant entdeckt, so kurz vor zehn Uhr am Sonntag. Dem habe ich gleich die Richtung angegeben, wie das Spiel läuft. Wie wir es gewinnen.

ONETZ: Was haben Sie sonst noch unternommen?

Sepp Finster: Wir haben zuvor das Stadion von außen angeschaut, und sind mit einer Fähre zu der großen Jesus-Statue gefahren. Ein kleines Programm halt für den Tag.

Sepp Finster in Lissabon vor dem großen Plastik-Pott, den die Uefa in der nähe des Stadions aufegbaut hatte.

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