10.02.2017 - 20:00 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Waldbesitzervereinigung Nabburg-Burglengenfeld: Sägewerke besser beliefern

Wachablösung bei der Waldbesitzervereinigung Nabburg-Burglengenfeld: Nach 48 Jahren Vorstandsarbeit zog sich Vorsitzender Georg Hottner (Schwandorf) zurück. Bei der Hauptversammlung im Miesberg-Restaurant wählten die Mitglieder einen Nachfolger. Sie bekamen noch einen Appell mit auf den Weg.

Die Waldbesitzervereinigung wählte einen neuen Vorstand mit August Steinbauer (Vierter von links) an der Spitze. Sein Vorgänger Georg Hottner (Mitte) wurde Ehrenvorsitzender, Michael Schlagenhaufer (links) und Anton Obendorfer (rechts) sind neue Ehrenmitglieder. Bilder: Hirsch (2)
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Schwandorf. Es ist August Steinbauer aus Burglengenfeld. Der 48-jährige Vollerwerbslandwirt übernimmt die Vereinigung mit 1700 Mitgliedern, 16 000 Hektar kommunalen, kirchlichen und privaten Waldflächen und drei Millionen Euro Jahresumsatz.

Neu sind auch seine beiden Stellvertreter Erwin Schlagenhaufer aus Wernberg-Köblitz und Michael Zimmermann aus Pischdorf. Dem Vorstand gehören ferner die Beiräte Herbert Scharl (Burglengenfeld), Karl Pürzer (Nabburg), Johannes Hebauer (Maxhütte-Haidhof), Martin Mayer (Schwandorf) und Elias Steinbauer (Burglengenfeld) an.

Fast fünf Jahrzehnte lang engagierte sich Georg Hottner bei der Waldbesitzervereinigung und trug Verantwortung für die Vermarktung und einen zukunftsorientierten Waldumbau. Vor der Fusion war er 20 Jahre zweiter und 13 Jahre erster Vorsitzender der Waldbesitzervereinigung Burglengenfeld. Nach dem Zusammenschluss mit Nabburg folgten zehn Jahre als zweiter und fünf Jahre als erster Vorsitzender.

"Zukunftsfähig gemacht"

"Du hast die Waldbesitzervereinigung zukunftsfähig gemacht", bescheinigte ihm sein Nachfolger August Steinbauer. Er ernannte Georg Hottner zum Ehrenvorsitzenden der Vereinigung. Zwei weitere langjährige Vorstandsmitglieder wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Michael Schlagenhaufer (67) aus Trausnitz war 22 Jahre Obmann im WBV Nabburg, zwei Jahre dritter Vorsitzender und zuletzt 15 Jahre Beirat im WBV Nabburg-Burglengenfeld. Nach 45 Jahren Engagement bei der Waldbesitzervereinigung kandidierte auch Anton Obendorfer (Asbach) nicht mehr und ist nun ebenfalls Ehrenmitglied des Verbandes. Beiden langjährigen Funktionären wurde bescheinigt, "dass sie sich vor allem um den Waldwegebau verdient gemacht haben".

In der "Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberpfalz" sind 25 000 Waldbesitzer mit einer Fläche von über 200 000 Hektar organisiert. Vorsitzender Josef Liegl (Waldmünchen) appellierte an die Mitglieder, die Sägewerke stärker zu beliefern. Weil sie für den Erlös keine Zinsen bekommen, schlagen die Waldbesitzer momentan kaum Holz ein. "Aber die Bauwirtschaft boomt", betonte Josef Liegl. Die Sägewerke hätten längst ihre Fühler nach ausländischen Lieferanten ausgestreckt und beziehen Holz aus Tschechien, Polen, der Slowakei und Finnland.

Pläne überdenken

Der im vergangenen Jahr neu gewählte Vorsitzende der "Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberpfalz" ist mit den Plänen der Forstverwaltungen zum Waldumbau nicht immer einverstanden. "Buche ja, aber sie darf die anderen Baumarten nicht verdrängen", betonte Josef Liegl. Er befürchtet den Ausschlag "von einer Monokultur zur anderen", vom Kiefern- zum Buchenwald. Liegl appellierte deshalb an die Behördenvertreter, "die Pläne für einen klimaresistenten Waldumbau zu überdenken".

Buche ja, aber sie darf die anderen Baumarten nicht verdrängen.Josef Liegl

 

 

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