26.04.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Keine Kreditaufnahme, sinkende Schulden: Schwarzach geht es gut

Der Haushaltsplan der Gemeinde hat festen Boden unter den Füßen: Trotz einer kräftigen Investition ist keine Kreditaufnahme geplant. Eine Stimme mahnt aber zum Wachsamsein.

Kämmerer Thomas Krapf erläuterte: "Die Kommune steht relativ gut da und die Finanzlage ist sehr solide".
von Herbert RohrwildProfil

"Der Haushalt 2018 ist sehr solide", merkte Bürgermeister Hans Gradl zu Beginn der Beratung an. Er sprach der Kämmerei der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld sein Lob aus. Der Herr der Zahlen, Thomas Krapf, ging detailliert auf den Haushaltsplan ein. Der Gesamtetat steigt gegenüber dem Vorjahr um 641 100 Euro (18,4 Prozent) auf 4 118 850 Euro. Der Verwaltungshaushalt (VwHH) nimmt um 3,8 und der Vermögenshaushalt (VmHH) um 45,1 Prozent zu. Auch 2018 kann die Mindestzuführung - die Höhe der ordentlichen Tilgungen - von 34 300 Euro erwirtschaftet werden. Die veranschlagte Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt beträgt 48 600 Euro und somit verbleibt eine freie Finanzspanne von 14 300 Euro.

Die geplanten Investitionen, die Investitionszuschüsse sowie der Erwerb von Vermögen für dieses Jahr summieren sich auf beachtliche 1 751 600 Euro und übertreffen den Vorjahresansatz im Vermögenshaushalt um 557 950 Euro. Die Ausgaben im VmHH, so der Kämmerer in seinen weiteren Ausführungen, "können durch Zuweisungen und Zuschüsse sowie durch Rücklagenentnahme von 910 800 Euro finanziert werden". Eine Kreditaufnahme ist 2018 sowie nach derzeitigem Stand auch im Finanzplanungszeitraum nicht erforderlich. Trotz dieser Beanspruchung liegt das Rücklageniveau bei annähernd einer Million Euro.

Der Schuldenstand sinkt seit 2011 kontinuierlich und pendelt sich zum Jahresende auf 153 505 Euro ein. Die Pro-Kopf-Verschuldung bewegt sich auf 106 Euro zu. Der Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden lag zum 31. Dezember 2016 bei 605 Euro. 2019 sind der Ausbau der Gemeindestraße Weiding-Richt, die Sanierung des Stalles in Altfalter und die anteiligen Planungskosten für den Hochwasserschutz in Wölsendorf und Schwarzach berücksichtigt

In der Aussprache stellte Gemeinderat Michael Schmid den ungedeckten Bedarf bei den Abwassergebühren heraus. Auf Beschluss des Gremiums wird eine Neukalkulation vorbereitet, versicherte der Kämmerer. Trotz des guten Haushalts, solle der Gemeinderat für die Zukunft wachsam sein, da "die Einnahmen nicht immer so stark sprudeln", merkte Zweiter Bürgermeister Franz Grabinger an. Haushaltssatzung und -plan wurden einstimmig verabschiedet.

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