19.11.2017 - 20:00 Uhr
PressathOberpfalz

Kindergarten beuscht zu Sankt Martin Seniorenheim: Trost in dunkler Zeit

"Viele, viele Kinder haben sich versammelt ...": Eine liebgewordene Tradition ist der Besuch des Martinsfests des Kindergartens St. Michael im Seniorenheim. Wie in den Vorjahren besuchten die Vorschulkinder die Senioren und erfreuten sie mit einem Laternenumzug und Liedern über den großmütigen Heiligen.

Ihre Laternen ließen die "Bärengruppe"-Kinder des Pressather Kindergartens beim nachgeholten Martinszug durchs Seniorenheim St. Josef leuchten. Bild: bjp
von Bernhard PiegsaProfil

Auch Heimleiterin Christine Tschauner freute sich über die leuchtenden Laternen der Kinder, Symbole von Hoffnung, Freude, Trost und Gottes Beistand gerade in dunkler Zeit. Kindheitserinnerungen wurden bei den Heimbewohnern wach, als die Schar "Leuchte, mein Laternchen" und "Ich geh' mit meiner Laterne" anstimmte. Zum Abschied sang die Gruppe "Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind" als Zugabe und "Wiedergutmachung" - dafür, dass die Kinder am Vorabend des Martinstags nicht am Heim vorbeigezogen waren, weil sie ihren Lichterzug auf die Baumgartenstraße verlegt hatten.

Mit vertrauten "Evergreen"-Weisen unterhielt nun der von Günter Hösl geleitete Altenheimchor und ermunterte sie zum Mitsingen. Zum Musikgenuss servierte das Personal Kaffee und "Martinshörnchen", eine Gebäckspezialität aus Thüringen. Doch nicht nur Nostalgie, auch ein Blick in die Zukunft erwartete die Senioren. Zwar denkt Christine Tschauner noch nicht ans Aufhören, doch die Weichen sind bereits gestellt: Mit Christian Fuchs steht ein versierter Nachfolger in den Startlöchern.

"Christian hat den Einrichtungsleiterlehrgang mit Bestnote abgeschlossen", freute sich Tschauner. Der 34-jährige Schwarzenbacher, der ursprünglich Industriemechaniker lernte, während seines Zivildienstes in Pressath 2002/03 seine Liebe zum Altenpflegedienst entdeckte, erklomm damit die vierte Qualifikationsstufe nach Altenpflegeausbildung sowie Fortbildungen zu Wohnbereichs- und Pflegedienstleiter.

"Schon als 'Zivi' hatte Christian im Scherz gesagt, dass er irgendwann gern auf meinem Stuhl sitzen würde", verriet die Heimleiterin, die sich selbst augenzwinkernd als "Auslaufmodell" bezeichnete. Bei den Bewohnern sei Fuchs beliebt und nach 15 Jahren mit Einrichtung und Aufgabe vertraut: "Deshalb wurde er zum stellvertretenden Heimleiter berufen."

 

 

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