14.11.2017 - 17:18 Uhr
PfreimdOberpfalz

Statt Konzert eine Gala-Show

"Mehr als ein Konzert": Was die Ankündigung verspricht, hält der Abend. Die "Cho(h)rwürmer" ziehen über 700 Zuhörer in die Landgraf-Ulrich-Halle. Vorsitzendem Arnold Kimmerl steht die Freude ins Gesicht geschrieben. Auch darüber, dass die Freunde aus der Partnerstadt Primda gekommen sind. Natürlich werden sie auf tschechisch begrüßt.

Der große Chor ist eine Klasse für sich. Eine Teilgruppe erntet mit dem Song "Love runs out" und der gelungenen Inszenierung viel Beifall. Bilder: twi (3)
von Anton (Rufn. Toni) WildProfil

Wer erwartet hatte, ein "braves" Chorkonzert zu hören, täuschte sich. Der große Chor unter Regie von Manuela Rügamer und der Mittelchor (Johanna Gerber) begeisterten nicht nur durch mitreißendem Gesang, sondern auch durch ihre Show-Performance. Die Aufführung wurde maßgeblich durch die choreografischen Ideen der Leiterin der Tanzgruppe "Dancelicious", Andrea Armer, beeinflusst. Abgerundet wurde das Ganze durch die charmante Moderation von Michael Bauer.

Nachdem das Programm aus bekannten "Ohrwürmern" der Pop-, Rock-, Schlager- und Musicalmusik bestand, brauchte es zum satten Fundament eine "groovige" Band. Florian Klein griff in die Tasten, Mark Hohl zupfte den Bass, Tom Ram rockte die Gitarre und mit dem Schlagzeuger Tim Plonner war das virtuose Quartett perfekt. Zu diesem "Galaabend" in der passend dekorierten Halle (unter Mithilfe von Irmi Greiner von "Lichtwerbung Greiner") gehörte noch die aufwändige Technik, die Michael Butz, Tilo Hohl, Sebastian Most und Simon Plonner meisterten. Zum Gelingen trug noch ein hervorragendes Catering bei - mit süßen und pikanten Häppchen, selbst hergestellt von den Mitwirkenden und von Angehörigen.

Pfiffige Choreografie

Die Spannung steigt, als die jungen Sängerinnen und Sänger des großen Chors nacheinander auf die Bühne treten. Das Konzert beginnt gleich mit einem Knaller, "Radio Ga Ga" von Queen. Die alten Schlager "Ich wollt ich wär ein Huhn" (mit Kostümhühnern) und die "Biene Maja", unter Beteiligung des Mittelchores mit seinen erfrischenden Stimmen, sorgen zudem für Heiterkeit. Abwechselnd, von sehr gefühlvoll bis fetzig rockig, wird nun ein wahres stimmlich-harmonisches Feuerwerk abgebrannt, auch mit Soloeinlagen wie bei "Mama who bore me" mit Maria, Franziska, Carolin und Lisa. Authentische Urwaldgeräusche des Chors läuten den ersten Höhepunkt mit Michael Jacksons "Earthsong" ein. Nun kommen melodiös "Sounds of Silence". Das alles wird immer wieder aufgelockert durch Choreografie, Moderation und Einlagen der Tanzgruppe. Herausragend der Hiphop-Tanz "Better when 'm dancing".

Nach der Pause geht es treffend mit Queens "The show must go on" weiter. Dann wieder Schlager mit der Beteiligung des Mittelchors: "Schön ist es auf der Welt zu sein". Dann kommt der Mittelchor solo mit "Rio, New York, Rosenheim". Es folgen, aufgelockert durch die rhytmisch perfekte Tanzgruppe, Etno-Klänge wie "Pata pata" oder "Baba Yetu".

Begeistertes Publikum

Mit rockigen Songs, durch Tanz und Choreographie verstärkt, geht es mit "Proud Mary" und "Don't stop believin" mitreißend zum Ende. Das begeisterte Publikum spendet stehend Beifall und wird bei den Zugaben und beim bombastischen Schlusssong "We are the Champions" choreografisch einbezogen. An der Seitenbühne tanzen "Dancelicious" und Mittelchor - ein tolles Bühnenbild und ein gelungener Abend.

 

 

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