01.06.2017 - 20:00 Uhr
PfreimdOberpfalz

Infoveranstaltung für Waldbauern: Stadtwald wird jünger

Der Wald, ganz gleich ob Privat-, Stadt- oder Staatswald, muss regelmäßig verjüngt werden. In Zeiten des Klimawandels heißt das nicht einfach weiter so.

Der von zwei Pferden gezogene Streifenpflug legt ein Stück Mineralboden frei, was die Naturverjüngung durch Kiefern ermöglichen soll. Bild: exb
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Die richtige Baumartenwahl stand deshalb im Mittelpunkt einer Infoveranstaltung der Waldbesitzervereinigung Nabburg-Burglengenfeld (WBV) zusammen mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) und dem Forstunternehmen Gleißner. Dieser Termin war einer Mitteilung zufolge Teil der "Woche des Waldes" zum Thema "Klima.wunder.Wald". Der neu gewählte Vorsitzende Gust Steinbauer und WBV-Geschäftsführerin Yvonne Wolfrum sowie der Bereichsleiter Forsten Alwin Kleber und Revierleiter Hubert Amode vom AELF trafen sich mit Waldbesitzern im Stadtwald.

Revierleiter Hubert Amode ging auf die konkrete Verjüngungssituation im ausgewählten Bestand des Stadtwalds ein. Zum Erreichen des vom Forstwirtschaftsplan vorgegebenen Verjüngungszieles sollen nicht nur junge Bäume gepflanzt, sondern soll auch bewusst auf Naturverjüngung von Kiefer, Fichte und Lärche gesetzt werden. Bereichsleiter Kleber erläuterte mit Hilfe der sogenannten "Karten für die Zukunft" die Aussichten für verschiedene Baumarten im sich wandelnden Klima. WBV-Geschäftsführerin Wolfrum stellte zusammen mit Albert Gleißner ein Verfahren vor, mit dem die so sehr gewünschte Kiefern-Naturverjüngung erreicht werden kann.

Gleißner demonstrierte den Waldbesitzern den Einsatz eines von zwei Pferden gezogenen Streifenpfluges. Mit Hilfe dieses Verfahrens soll der Oberboden verwundet und ein Stück Mineralboden freigelegt werden, was die Kiefern-Naturverjüngung ermöglicht. Der WBV kann Waldbesitzer einen Kontakt zur Firma Gleißner vermitteln. Für eine waldbauliche Beratung zu den Einsatzmöglichkeiten des Streifenpfluges stehen die Förster des AELF zur Verfügung.

 

 

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