30.08.2004 - 00:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Professor Richard Finke wird 96 - Viele Talente: Geistig frisch und rege

von Gertraud Portner Kontakt Profil

Er wurde zwar älter, aber Professor Richard Finke ging's am Freitag bei der Feier zu seinem 96. Geburtstag besser als noch vor einem Jahr. Der Grund dafür war Ehefrau Karin, die damals im Krankenhaus weilte und nun wieder gesund an der Seite ihres 20 Jahre älteren Mannes die Gäste bewirten konnte.

Bürgermeister Wilfried Neuber gratulierte einem der ältesten Einwohner im Stadtgebiet und überreichte ein Eisenbarth-Elixier mit Zinnbecher. Besonders lobte er die Naturverbundenheit des vitalen Seniors. "Lieber Professor Finke, Gottes Segen auch für das weitere Lebensjahr und bleiben Sie fit und geistig frisch", sagte Pfarrer Leander Sünkel.

"Ich habe doch niemals gedacht, dass ich nach russischer Gefangenschaft und drei Herzinfarkten so alt werde", meinte Finke. Er schrieb dies Gottes Gnade und der Harmonie mit Gattin Karin zu. Der Jubilar kann auf ein aktives und abwechslungsreiches Leben zurückblicken. Als Maler, Heger, Jäger und Verhaltungsforscher machte er sich einen Namen.

Forschungsarbeiten mit eigenen Skizzen, Gemälden und Fotodokumenten wurden in führenden Jagd- und Naturzeitschriften veröffentlicht. Von 1959 bis 1966 widmete er sich der Erforschung der Wildschweine.

Richard Finke und seine Familie waren die ersten Deutschen, die von freilebenden Schwarzkitteln als Rottenmitglieder anerkannt wurden. In seinem Buch "Auf Tuch- und Borstenfühlung" sind diese Erlebnisse festgehalten.

Besonders freute sich der Jubilar über den Besuch von Sohn Achim mit Schwiegertochter aus Weimar. Zusammen wurde der Geburtstag dann im Hotel "Sankt Hubertus" in Schönsee gefeiert. Natürlich gehörte auch ein Besuch des Jagdmuseums dazu.

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